1. Liga: HCE Herren 1. Liga were onFire!


Ein starkes Ausrufezeichen gelang dem HCE gegen das bisher verlustpunktlose Uster. Ge-gen die Zürcher starteten die Schwyzer furios, legten vor und liessen den Zürchern nie ei-nen Hauch einer Chance. Verdient holte man sich das doppelte Punktepaar.

Nach dem Spiel gegen Muri vom vergangenen Samstag, als man mit hängenden Köpfen die Reise nach Einsiedeln hatte antreten müssen, sannen sich die Spieler auf Besserung. Dass der TV Uster zu Gast im Einsiedler Brühl sein sollte, machte die Aufgabe auch nicht gerade leichter. Die Zürcher haben bisher eine souveräne Meisterschaft hingelegt und hatten alle ihre Gegner besiegen können. Mit 5 Siegen im Gepäck gingen sie natürlich auch als Favorit in die Begegnung gegen den HC Einsiedeln. Bei diesen fehlten mit den angeschlagenen Daniel Varga, Raphael Burkard und Christoph Sutter neben den zwei Langzeitverletzten David Trütsch und Kevin Frei gleich fünf Kaderspieler die ersetzt werden mussten. So sprangen einige von der zweiten Mannschaft sowie den Junioren in die entstandenen Lücken. Als Ziel für das Spiel wurde eine stabile Deckung (wie schon oft) und intelligentes Angriffsspiel vorgegeben. Beides gelang in den ersten Spielminuten wie erwünscht. Das 1:0 durch Beyer konnten die Ustener postwendend ausgleichen. Dann starteten die Einsiedler eine erste Druckwelle. Hinten dicht und vorne mehrheitlich souverän agierten die Schwyzer und zwangen den Gegner bereits nach viereinhalb Minuten beim Stand von 4:1 zum Time-Out. Dieses brachte zum Glück für den HCE nicht viel. Zwar stockte das Tore schiessen vorne etwas, doch da man in der Abwehr weiterhin gut verteidigte, viel der zweite Gegentreffer erst nach 11 Minuten. Dabei gilt es natürlich auch Hüter Ulrich zu erwähnen, der im ersten Umgang einen Glanztag einziehen sollte (9 Paraden bis zur Pause). Vom 5:2 zog der HC Einsiedeln zum 9:3 in Führung und glänzte in dieser Phase mehrfach, dies obwohl sie auch in Unterzahl spielen mussten. Ex-Nationalspieler Ursic hielt seine Farben anschliessend im Spiel, doch als man auch ihn besser im Griff hatte, zogen die Schwyzer weiter davon. Das Ausländertrio war mehrheitlich für die Tore besorgt, doch auch alle anderen sowie die eingewechselten Akteure zeigten eine gute Leistung, so dass die Wechsel keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hatten. Der Vorsprung vergrösserte sich bis zur Halbzeit weiter und so lag Einsiedeln nach 30 Minuten mit 22:11 Toren mächtig in Führung. Mindestens eine Vorentscheidung war gefallen.

 

Durchgezogen bis zum Schluss

Was die Schwyzer im ersten Umgang auf das Parket gezaubert hatten, war etwas vom besten seit Langem. Dass sie aber keinen Gang runterschalten durften war aber auch allen klar. Der Start zu den zweiten 30 Minuten war dann auch vielversprechend, da man gleich nach einigen Minuten wieder in Überzahl agieren konnte und zwei weitere Treffer vorlegte. Uster konnte, nach dem sie wieder vollzählig waren, aber zulegen und verkürzte den Rückstand auf unter 10 Lenzen. Einsiedeln liess sich aber nicht beirren und schaltete wieder einen Gang höher. Eine nächste Überzahl nach knapp 2/3 des Spiels war die Entscheidung dann gefallen. Der HCE lag mit 30:16 in Führung. Eine Strafe und ein paar legere Angriffe gegen die Einheimischen nutze der TVU gut und verkürzte wieder auf 10 Treffer. Es war auch die Phase im Spiel, als die Gäste mit ihren letzten Strohhalm (in Form einer 3-fachen Manndeckung) versuchten das Heimteam zu verunsichern. Bis sich die Schwyzer darauf eingestellt hatten, vergingen einige Angriffe. Als es so weit war, funktionierte diese Deckungsvariante auch nicht mehr, denn die restlichen einheimischen Spieler nutzen die Ihnen nun zur Verfügung stehenden Räume und attackierten diese gezielt. Hätte man alle Chancen erfolgreich genutzt, wäre man vielleicht über die 40 Treffer Grenze gekommen. Doch die Gäste hielten bis zum Schluss dagegen und erzielten den letzten Treffer der Partie mit dem Schlusspfiff das 37:28 vom 7-Meter Punkt.

 

So eine Leistung gelingt nicht jeden Tag

Wer vor dem Spiel auf einen so klaren Sieg der Einsiedler gewettet hätte, wäre entweder als verrückt abgestempelt worden, oder gleich direkt ins Irrenhaus verfrachtet worden. Es gelang den Schwyzern an diesem Mittwochabend wahrlich fast alles, was auch die Gegner aus Uster schlussendlich bestätigen mussten. Sie sprachen sogar davon, dass alles was das Heimteam anfasste zu Gold wurde. Es war tatsächlich eine eklatante Leistungssteigerung gegenüber den bisherigen Saisonspielen, in denen man zwar immer wieder gute Phasen hatte, doch diese nicht annähernd über ein ganzes Spiel durchgezogen wurde. Ähnlich gut, agierte der HCE beim letzten Spiel vor Weihnachten 2015, als man gegen Pratteln nach einem 7 Tore Rückstand Ende 1. Halbzeit das Ding noch drehen konnte. Oder auch der sensationelle Auswärtssieg gegen die SG Pilatus (anschliessend Aufsteiger in die NLB) am Ende der Saison 2014/2015.

Schöne Erfolge sollte man feiern wie sie fallen. Nun hat das Team bis am Sonntag den 13. November Spielfrei und kann somit 2 Spielfreie Wochenenden geniessen. Das heisst fast alle, denn Pleta und Vorobjovas sind mit der Litauischen Nationalmannschaft unterwegs und gehen dort auf Tore und Punkte Jagd. Es gilt nun erstens die Blessuren zu kurieren, damit das Team anschliessend konzentriert weiter arbeiten kann. Mit einer erfolgreichen Rückrunde will sich der HCE den Ligaerhalt selber unter den Weihnachtsbaum legen. Motivation und den Glauben daran konnten sich alle im Spiel gegen Uster abholen.


Telegramm

Handball 1. Liga:

HC Einsiedeln – TV Uster 37:28 (21:11)

SR Fallegger, Räz

Zuschauer: 24

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Carlo Beyer (3), Janis Grisanovs (9/2), Skirmantas Pleta (7), Daniel Schmid, Michael Schmid, Lukas Schönbächler (2), Edvinas Vorobjovas (9), Elias Rothlin, Manuel Horat (3), Valentin Flückiger (1), Manuel Kälin, Martin Betschart (3).