Damen: Am Samstag weiterer Auswärtsauftritt als Aussenseiter


Die Einsiedlerinnen reisen am kommenden Samstag zum Gruppenfavoriten HC Malters. Die Luzernerinnen haben bislang erst einen Punkt abgegeben und gelten als sicherer Tipp für die Finalrunde. Der HCE hatte nun vier Wochen Pause und reist als klarer Aussenseiter zum HC Malters. Das Motto wird gleich wie meistens sein. "Wir haben keine Chance – also nutzen wir sie!"

Vier Wochen Pause. Eine Pause, welche üblicherweise in der 1. Liga genutzt werden kann, um am Spielsystem zu arbeiten. Dies war beim HCE allerdings Wunschdenken. Etliche Absenzen infolge von Ferien haben dies verunmöglicht. Man konnte zwar oft mit genügend Spielerinnen trainieren, was aber in erster Linie dem breiten Kader zu verdanken war. Leistungstechnisch konnte man sicher keinen Schritt nach vorne machen. Diese Situation ist oder war aber bereits im Vorfeld der Saison klar. Der HCE bestreitet die Saison frisch von der Leber weg und schaut am Schluss was rausgeschaut hat. Insofern ist man nicht unter Druck und kann befreit aufspielen.
Der HC Malters ist ein langjähriges 1. Liga Team, welches im Normalfall ganz vorne anzutreffen ist. So auch in dieser Saison. Alles andere als ein klarer Sieg des HC Malters wäre eine Überraschung.

Die bisherigen Spiele zeigten, dass man auf Seiten der Luzernerinnen parat ist. Siege gegen den SPL2-Absteiger SG Muotathal/Mythen-Shooters und HR Hochdorf zeigten dies klar auf. Überraschenderweise mussten die Luzernerinnen aber im letzten Spiel gegen den TV Zofingen einen Punkt abgeben. Die Aargauerinnen aus Zofingen wurden bekanntlich vom HCE im ersten Spiel verdient bezwungen. Damit könnte man meinen, dass der HCE durchaus seine Chancen haben wird. Natürlich ist dies so. Es muss jedes Spiel zuerst gespielt sein. Es zeigt aber vor allem etwas auf. Jedes Team kann gegen jede Mannschaft einen Sieg landen. Wichtig sind Tagesform, Torhüterleistung und der Verbund in der Verteidigung. Gelingt es einem Team diese Komponenten unter einen Hut zu bringen, ist man schwer zu besiegen. Damit hat der HCE in erster Linie die Aufgabe sich gut auf den Gegner einzustellen und mit der gleichen Moral nach Malters zu reisen, wie man zuletzt gegen Zofingen siegreich blieb.

So oder so wäre ein Punktgewinn des HCE eine Überraschung. Die kommenden vier Spiele (zweimal Malters und zweimal SG Muotathal/Mythen-Shooters) sind für die Damen riesige Herausforderungen. Man soll in erster Linie daran wachsen und speziell bei den Heimspielen eine gute Figur abgeben.

Am Samstag werden die Damen zudem erstmals vor einer lauteren Kulisse spielen, als man dies aus dem Zürcher Handballverband gewohnt ist. Allerdings kommt einem hier sicher entgegen, dass man in der heimischen Halle ebenfalls vor vielen Zuschauern spielen kann. Somit sollte dies eher Ansport als Hemmung bedeuten. Wenn es gelingt die Fehlerquote tief zu halten und in der Verteidigung eine solidarische Leistung abzurufen, dann liegt vielleicht gar das Schnuppern an einem Punktgewinn im Bereich des Möglichen. Gelingt dies nicht, wird nichts zu holen sein, was allerdings am anständigen Saisonstart nichts ändern würde.

Das Team freut sich auf Unterstützung in Malters. Sie werden wie üblich alles geben. Man muss zwar auf die eine oder andere Spielerin verzichten, was aber aufgrund der Kaderbreite wenig Einfluss auf die Leistungsfähigkeit haben sollte.