1. Liga Herren: Die Trauben hingen zu hoch


Weil die Meisterschaft zwei Wochen ruhte, konnte sich der HC Einsiedeln gut auf das Spiel gegen Wohlen vorbereiten. Doch es sollte leider nichts nützen. Die Aargauer kamen als Leader ins Klosterdorf und spielten zu gut und gewannen das Spiel am Schluss verdient und klar mit 30:37.

Mit Edvinas Vorobjovas fehlte der bislang erfolgreichste Skorer beim Heimteam. Er spielte dank seiner Doppellizenz mit dem HC Wädenswil in der NLB. Dass sich auch noch Christoph Sutter beim Spiel der zweiten Mannschaft am Knie verletzte, spielte natürlich nicht gerade in die Karten der Einsiedler. So musste man mit nur 4 Rückraumspieler antreten. Doch trotz der Hiobsbotschaft wollte man natürlich ein gutes Spiel zeigen. Der erste Angriff schloss der HCE erfolgreich und startete somit gut. Doch die nächsten Abschlüsse fanden ihr Ziel leider nicht. Trotz gut herausgespielten Möglichkeiten bleib Einsiedeln lange ohne Treffer. Immer wieder scheiterte man am guten gegnerischen Hüter oder am eigenen Unvermögen. So konnten die Gäste nach sechs Minuten mit 1:4 in Führung gehen. In der Folge kam der HCE etwas besser ins Spiel und konnte das Geschehen ausgeglichen gestalten. In der 15. Minute lautete das Skore 6:8. Noch nichts war verloren. Eine Schwächephase (auch in Überzahl) ermöglichte den Aargauern den Abstand zu vergrössern. Gleich vier Tore in Serie konnten sie erzielen und so lagen die Schwyzer schon mit sechs im Hintertreffen. In dieser Phase versagte der HCE vor allem in der Deckung. Mal um Mal gelang es Handball Wohlen sich bis zur 6-Meter Linie durchzuspielen. Da war es auch für die Hüter schwierig sich positiv in Szene zu setzen. Wohlen konnte den Vorsprung bis zur Pause sogar noch etwas vergrössern und ging mit einem 12:19 in die Kabine.

 

Erst gegen den Schluss kam man besser ins Spiel

Mit einer Umstellung in der Defensive versuchte Einsiedeln nochmal ins Spiel zu kommen. Doch statt den Abstand zu verringern zog der Gegner weiter davon. Weiter war man hinten zu Inkonsequent und zu lieb und liess den Wohlener zu viel Platz. Nach knapp 40 Minuten zogen so die Gäste bis auf 12 Tore davon und die Partie drohte zum Debakel zu werden. Doch ein Time-Out und eine weitere Umstellung sollte dies verhindern. Einsiedeln spielte anschliessend etwas besser, doch die letzte Konsequenz fehlte weiterhin. Innert 7 Minuten stellte das Heimteam den alten Abstand wieder her. Da man die nächsten fünf Minuten das Handball spielen aber wieder einstellte, konnte Wohlen den Abstand wieder vergrössern. Die restliche Spielzeit nahm sich der HCE wieder etwas mehr zusammen, doch richtig aufholen konnten sie nicht mehr. Zu viel stimmte am vergangenen Sonntagnachmittag nicht zusammen als dass man den Leader als Wohlen hätte schlagen können. Ausser Pleta erreichte kein Einsiedler vorne das gewohnte Leistungsniveau. Zu oft entschieden sich Einsiedelns Spieler falsch und so ermöglichte man dem Gegner relativ einfaches Spiel. Wohlen war der erwartet starke Gegner. Die Aargauer spielten gekonnt und gewohnt stark, liessen den Ball um einiges besser laufen als das Heimteam und kamen so zu einem verdienten und klaren Auswärtssieg. Das Spiel endete 30:37 für Wohlen.

 

Die Deckung ist der Schlüssel zum Erfolg

Einsiedelns Deckung war am Sonntag einfach zu harmlos, als dass man Wohlen hätte herausfordern können. 37 Gegentreffer sind eindeutig zu viel. Da half auch nicht, dass man selber 30 Treffer erzielen konnte. Da sich nach Sutter auch noch Burkard (am Fuss) verletzte, gehen dem HC Einsiedeln für die kommenden 10 Tage mit zwei Spielen etwas die Leute aus. Das schwache Auftreten im Heimspiel wollen die Klosterdörfler im Auswärtsspiel gegen den TV Muri wieder gut machen. Im letzten Jahr teilten sie die beiden Team die 4 Punkte mit je einem Erfolg in der Ferne. Muri liegt mit 2 Punkten vor den Schwyzern und konnten in den bisherigen Auftritten überzeugen. Sie gehen daher als Favorit ins Spiel und werden nur mit einer konzentrierten und guten Leistung geschlagen werden können.

 

Telegramm

Handball 1. Liga:

HC Einsiedeln – Handball Wohlen 30:37 (12:19)

SR Bartholet, Spielmann

Zuschauer: 100

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann, Michael Rüegg

Raphael Burkard, Janis Grisanovs (6/2), Skirmantas Pleta (13/1), Daniel Schmid (3), Michael Schmid, Elias Rothlin, Manuel Horat, Lukas Schönbächler, Daniel Varga (5), Carlo Beyer (1), Martin Betschart (2).