Damen: Auswärtssieg beim Start ins 1. Liga Abenteuer


TV Zofingen – HC Einsiedeln 32:33 (11:18) Die Damen waren zum Start in die Partie hellwach und liessen den Aargauerinnen nicht den Hauch einer Chance. Temporeich und mit vielen Variationen im Angriff, musste der TV Zofingen die Einsiedler Angriffsstärke verdutzt zur Kenntnis nehmen. Die letzten zehn Minuten waren dann allerdings nichts für schwache Nerven. Wobei der HCE auch diese Bewährungsprobe meisterte und schlussendlich verdient die ersten zwei Punkte abholte.

Die taktische Marschroute war klar. Bereits in der Startphase wollte man dem TV Zofingen den Schneid abkaufen und mit einer heroisch kämpfenden Deckungsarbeit dem Team positiven Schub verleihen. Dies gelang. Die Aargauerinnen fanden im HCE-Bollwerk keine Lücken und rieben sich regelrecht darin auf. Der HCE-Verbund agierte clever und enorm beweglich, was den TV Zofingen zu einigen riskanten Spielmanövern trieb, welche in Stürmerfouls oder sonstigen technischen Fehlern führte. Auf Einsiedler Seite ragte in diesen Phasen die Heike Maurer Abbruch GmbH heraus, welche den gegnerischen Keyplayer, Barbara Gaberthüler, komplett aus dem Spiel nahm. Das bekannte Umschaltspiel funktionierte im Anschluss und der HCE spielte den TV Zofingen phasenweise an die Wand. Stand der HC Einsiedeln mal im Positionsangriff, zeigte man Geduld und liess sich auch durch die Manndeckung auf Jacqueline Hasler-Petrig nicht aus der Ruhe bringen. Man fand immer wieder gute Abschlusspositionen, welche den Gegner gar zu einer doppelten Manndeckung trieb. Doch auch dies blieb erfolglos. Der HCE konnte sein Personal wechseln und lag phasenweise mit neun Toren im Vorsprung. Jacqueline Hasler-Petrig konnte sich in der ersten Halbzeit gar etliche Pausen gönnen, da der HCE im Spiel Fünf gegen Fünf jederzeit Lösungen fand. Zur Pause zeigte die Anzeigetafel einen Vorsprung von sieben Toren.

Wenn es einen Unterschied zur 2. Liga gibt, dann sicher die Leistungsstärke und das jeweilige Potential der Gegner. Konnte man letzte Saison mit einem solchen Vorsprung locker umgehen, ist dies nun nicht mehr der Fall. Das Spiel zeigte weiterhin die gleichen Tendenzen. Im Angriff war der HCE überlegen und zeigte teils wunderschön herausgespielte Tore. Doch ganz so einfach lief es nicht mehr. Man scheiterte nun vermehrt am gegnerischen Torhüter oder beging zu schnell einen technischen Fehler. Bis knapp zur fünfzigsten Minute war das HCE-Handballerleben noch genussvoll. Dann aber wurde es völlig unnötig noch hektisch. Die Zofingerinnen konnten nun von den Einsiedler Eigenfehlern profitieren und nutzten diese auch. Getrieben von, nötigerweise, schnellen Abschlüssen setzten sie alles auf eine Karte und schlossen jeweils sehr schnell ab. Der HCE seinerseits liess sich anstecken und versenkte mehrere klare Torchancen nicht, was im Gegenzug bestraft wurde. Da man sich gleichzeitig beim Anspiel noch dämlich aus der Affäre zog, kam das Zeitspiel sehr, sehr früh und zwang den HCE zu frühen Abschlüssen. Ein Highlight war dann aber ein Neun-Meter-Geschoss von Heike Maurer, welche am Torhüter vorbei im linken Winkeln zappelte. Dieser Geniestreich war nötig, um zumindest wieder etwas Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen. Am Schluss gewinnt der HCE deutlich zu wenig hoch und hat nun genug Erkenntnisse für die bevorstehende Saison. Mit einer guten Leistung liegt sicher gegen jeden Gegner etwas drin. Wer gegen den TV Zofingen, letzte Saison im Schnitt mit vierundzwanzig erhaltenen Toren, Chancen für über vierzig Tore hat, der muss sich nicht verstecken. Man hat gesehen, dass mit der richtigen Taktik, dem nie endenden Energiehaushalt und mit dem festhalten am Spielkonzept, Überraschungen möglich sind. Aber eben. Man hat auch gesehen, was passiert, wenn man es nicht mehr tut. Schlussendlich hat der HCE den Gegner alleine wieder ins Spiel gebracht. Eine Lehre, die für die Zukunft durchaus brauchbar sein wird.

Herausgeragt haben auf der einen Seite die Verteidigungsarbeit von Heike Maurer und die Sicherheit von Jacqueline Hasler-Petrig vom Siebenmeter-Punkt. Dies in Kombination mit einer solidarischen Teamleistung haben gereicht um die ersten zwei Punkte ins Trockene zu bringen.

BZZ Zofingen - 120 Zuschauer

HC Einsiedeln: Eniko Dobos (1.-40. und 51.-60.)/Stefanie Horat (40.-51.); Jasmin Huser, Vreni Pfyl, Janine Baumgartner, Simone Trütsch, Martina Lütscher, Corina Birchler, Karin Huser, Jacqueline Hasler-Petrig, Nadine Schnellmann, Heike Maurer, Kathrin Füchslin, Laura Vechiu

Bemerkungen: HCE ohne Gianna Ribbers (Ferien), Jolanda Schädler (Ferien), Nada Schweyer (Ferien), Patricia Ruhstaller (Ausland), Angela Villiger (Ausland), Saskia Ochsner (verletzt), Rachele De Caro (überzählig), Rebekka Rothlin (Einsatz mit SG Zürisee)