Schwache 1. Halbzeit verhindert positives Resultat


Bereits um 11.30 Uhr traf der HCE am vergangenen Samstag auf das 1. Liga Spitzenteam aus Kreuzlingen. Nach einem schwachen Start (0:5) lag das Heimteam bereits nach 10 Minu-ten auf verlorenem Posten. Erst eine Umstellung in der Deckung brachte Besserung, doch leider zu spät.

Nach dem guten Auftritt in der Cup Vorrunde in Genf wollte der HC Einsiedeln natürlich auch im Heimspiel daran anknüpfen. Allerdings stand auf der gegenüberliegenden Seite ein ungleich stärkerer Gegner. Der HSC Kreuzlingen spielte noch vor kurzem in der NLB und hat ein Team gespickt mit diversen starken Ausländern. Die ungewohnte Anspielzeit sollte eigentlich dem Heimteam zu Gute kommen. Doch es sollte ganz anders kommen. Die Thrugauer spielten stark, während der HCE nicht in die Gänge kam. So sah sich Bingisser auf der Bank bereits nach 10 Minuten gezwungen das erste Time-Out zu nehmen. In der Folge kamen die Schwyzer etwas besser ins Spiel, doch richtig aufholen konnte das Team nicht. Zu einfach kamen die Gäste immer wieder zu Toren. Die Deckung agierte zu harmlos als dass man die gross gewachsenen Gegner hätte unter Druck setzen können. Statt den Abstand zu verkleinern, setzte sich Kreuzlingen immer mehr ab und hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle. Bereits zur Pause schien das Spiel mit 11:21 entschieden. Man sah, dass sich Einsiedeln in den letzten 2.5 Wochen seit sie komplett trainieren können, noch nicht richtig gefunden haben. Eigentlich konnte keiner im Heimteam richtig auszeichnen, jeder hatte seine Schwächephase was natürlich ein positives Resultat verhinderte.

 

Ein Experiment das Früchte trug

Coach Bingisser und Trainer Betschart sahen sich gezwungen in der Defensive etwas umzustellen. Mit einer offensiven 3-2-1 Abwehr versuchte das Team besser ins Spiel zu finden. Diese Massnahme trug dann auch etwas Früchte. Noch war nicht alles perfekt, doch Einsiedeln fand eindeutig besser ins Spiel und war nun mindestens ebenbürtig. Man zwang Kreuzlingen nun zu einfachen Fehlern, die oft zu einem schnellen Gegentor ausgenutzt werden konnten. Leider passierten noch etwas zu viele technische Fehler, als dass man den Gästen richtig auf die Pelle hätte rücken können. Doch Einsiedeln kämpfte wacker und kam nun auch vorne zu Toren. Die Ladehemmungen des ersten Umgangs waren mehr oder weniger abgelegt und hinten stand man kompakter. Der neue Littauer Vorobjovas (spielt mit einer Doppellizenz für Wädenswil und Einsiedeln) zeigte einige Male seine Klasse und sein Tempo, aber auch alle anderen Akteure zeigten sich besser als in den ersten 30 Minuten. Hätte man etwas cleverer agiert und die eine oder andere Strafe weniger kassiert, wäre durchaus noch etwas mehr drin gelegen. Nachdem in der Schlussphase mit Pleta auch noch der zweite Spielmacher des HCE ausfiel, war das Spiel endgültig gelaufen. Die Schwyzer gewannen zwar die 2. Hälfte, doch am 28:35 Sieg der Gäste konnte man zu wenig rütteln.

 

Am nächsten Freitag geht’s los

Mit dem Aufsteiger Lägern Wettingen startet der HC Einsiedeln am kommenden Freitag in die neue Meisterschaft. Gegen die Aargauer sollten die Rollen etwas anders verteilt sein. Während die Schwyzer gegen Kreuzlingen noch Aussenseiter waren, sollte das Heimspiel gegen einen Aufsteiger siegreich gestaltet werden. Doch dazu braucht es eine ähnlich starke Leistung wie in der zweiten Hälfte gegen Kreuzlingen. Zu hoffen ist, dass sich die Mannschaft bis dahin noch besser einspielen kann, dann und nur dann liegen zwei Punkte durchaus im Bereich des Möglichen.


Telegramm

Handball 1. Liga – Schweizer Cup 1. Hauptrunde:

HC Einsiedeln – HSC Kreuzlingen 28:35 (11:21)

SR Hasler, Schenardi

Zuschauer: 50

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Carlo Beyer (1), Raphael Burkard, Janis Grisanovs (7/1), Manuel Horat, Skirmantas Pleta (5/2), Daniel Schmid (2), Lukas Schönbächler, Daniel Varga (4), Edvinas Vorobjovas (6), Martin Betschart (3).