Damen: Historischer Cupsieg für die HCE-Mädels


HC Einsiedeln – SG Unterland 27:20 (8:10) Nach dem erstmaligen Aufstieg in die 1. Liga, gelang am vergangenen Samstag, das nächste Husarenstück. Die Einsiedlerinnen bezwingen die SG Unterland mit 27:20 und holen sich erstmals in der Geschichte des Handballclub Einsiedeln, einen regionalen Cuptitel auf Aktiv-Stufe. Bis es soweit war, ging man allerdings durch ein Wellental der Gefühle.

Was hatte man sich nicht alles vorgenommen. Sehr gute Vorbereitung und den Willen diesen Titel abzuholen, waren durchs Band präsent. Der Start in die Partie gelang dann allerdings alles andere als glanzvoll. Die Defensivkünstler der SG Unterland, in Unterstützung ihrer Torfrau, waren mehr Hindernis als Zuschauer. Dies wurde zwar erwartet, aber nicht in dieser Form. Man rannte unentwegt an, hatte beste Abschlussmöglichkeiten, fand aber den Torerfolg viel zu selten. Technische Fehler kamen im Minutentakt und liessen die SG Unterland lange auf einen Sieg hoffen. Die Einsiedlerinnen konnten sich, wie schon die ganze Saison, auf eine starke Jacqueline Hasler-Petrig verlassen, welche als einzige in der ersten Halbzeit Normalform erreichte. Sie war es dann auch, welche das Team im Spiel hielt. Zur Pause musste man verdutzt aus der Wäsche schauen, war man doch das aktivere Team, lag aber im Rückstand. Ein Team welches über die ganze Saison mehrheitlich über dreissig Tore erzielte, stand nun bei minimalistischen acht Erfolgserlebnissen. Die zehn erhaltenen Minus-Tore konnte man verschmerzen, da doch der eine oder andere glückliche Abpraller dabei war. In der Verteidigung konnte man seine Leistung also auf den Platz bringen. Enttäusche Gesichter waren das Ergebnis von dreissig Minuten Cupfinal.

Die Frauschaft begab sich in die Garderobe und musste frisch aufgebaut werden. Man stand vor der Entscheidung vieles zu ändern, oder aber weiterhin auf die Stärken zu bauen, und zu hoffen, dass man den Weg zum Sieg noch finden würde. Dieses Vertrauen zahlte sich schlussendlich aus. Der HCE hielt an seinem Spielsystem fest, und kam verwandelt aus der Garderobe. Die Verteidigung stand weiterhin mehrheitlich sattelfest und im Angriff fand man nun vermehrt den besser postierten Mitspieler oder nahm selber konsequent seine Chancen wahr. Der HCE glich das Spiel schnell aus, und konnte nun auf fünfzehn gute Minuten zählen. Das Tempo wurde hoch gehalten und die SG Unterland konnte aufgrund weniger Wechseloptionen nicht mehr mithalten. Im Angriff sorgte nun Martina Lütscher für die Musik, welche in ihrer besten Phase ein paar Tore in Serie warf. Da man gleichzeitig auch noch ein paar Überzahlsituationen herbeiführen konnte, war das Spiel schnell entschieden. Der HCE zeigte somit Geduld und dass die Ausgabe der Saison 2015/2016 die Nerven nicht verliert, war ebenfalls offensichtlich. Nach der schwachen ersten Halbzeit, zeigte der HCE, weshalb er in der abgelaufenen Saison das stärkste 2. Liga Team stellte. Torhüter Stefanie Horat steigerte sich ebenfalls und der HCE war nun nicht mehr zu stoppen. Am Schluss gewann man die zweite Halbzeit mit neun Toren Differenz und war nach dreissig Minuten Anlaufzeit, wieder an jenem Punkt, an dem man die ganze Saison mehrheitlich war. Tempofest, spritzig und variantenreich, ohne an der Abhängigkeit von Jacqueline Hasler-Petrig zu zerbrechen. Sie blieb weiterhin dominant, konnte sich nun allerdings auf das ganze Team verlassen, welches sich im Soge ihrer Klasse ebenfalls steigerte. Die Verteidigung, sowie die Ruhe in kritischen Situationen waren der Ursprung dieses historischen Sieges. Für das Team geht es nun in die Pause. Und dann mit frischem Elan in die Vorbereitung zur ersten 1. Liga Saison überhaupt. Man darf gespannt sein, wie sich die Damen schlagen werden.

Handballclub Einsiedeln:

Stefanie Horat (im Tor); Vreni Pfyl, Simone Trütsch, Martina Lütscher, Corina Birchler, Heike Maurer, Jacqueline Hasler-Petrig, Jolanda Schädler, Karin Huser, Gianna Ribbers, Patricia Ruhstaller, Laura Vechiu, Jasmin Huser