Knappe Niederlage im letzten Spiel


Trotz der Tabellenlage ging der HC Einsiedeln gegen Frick nicht unbedingt als Favorit ins Spiel. Frick, mit dem Messer am Hals, musste unbedingt gewinnen, um dem direkten Abstieg zu entgehen. Die Gäste wollten den Sieg mehr als die Schwyzer und diesen holten sie sich kämpfend.

Einsiedeln hat im letzten Spiel gegen den Leader Stans nicht wirklich gut ausgesehen. Damals spielten sie nur die ersten 25 Minuten gut und das reichte natürlich zu nichts zählbarem. Frick hingegen sicherte sich mit dem Sieg gegen die SG Pilatus den letzten Strohhalm, um die Liga zu halten. Gegen den HCE musste aber ein weiterer Sieg folgen, sonst hätten sie trotzdem den Weg in die zweite Liga antreten müssen. Bei den Schwyzern ging es quasi nur noch um die Goldene Ananas. Nach der langen und harten Saison machte sich im Training schon Ermüdungserscheinungen breit. Deshalb wollte Trainer Betschart zu Spielbeginn auch mal den jüngeren eine Chance geben, damit diese sich beweisen konnten. Sutter gelang dann auch das erste Tor, nachdem sich Ulrich im eigenen Kasten auszeichnen konnte. Dann allerdings stimmte im Angriff nichts mehr zusammen. Gleich 5 Bälle verschenkte der HCE durch technische Fehler, was den Aargauern in die Hände spielte. Sie legten mit 1:5 vor und so sah sich das Heimteam schon gezwungen personelle Wechsel vorzunehmen. Diese nutzen ihre Möglichkeiten besser aus und konnten den Anschlusstreffer schnell erzielen. Von Zahlreichen Gästefans angetrieben spielte Frick kämpfend weiter und konnte auch die Einsiedler Stammspieler immer wieder ausspielen. Einsiedeln kam nie richtig ins Spiel und so behielt der TSV Frick die Führung auf seiner Seite. Einsiedeln spielte vorne umständlich und oft ohne Bewegung, was zu schlechten Abschlüssen führte. Die Gäste konnten so ihren Vorsprung wieder ausbauen, da der HCE hinten zahm und vorne zu hektisch agierte. Die 4-Tore Führung für Frick war verdient und entsprach vollkommen dem gezeigten. Die Einsiedler konnten mit dem sicherlich nicht zufrieden sein.

 

Bessere Deckung, aber es reichte doch nicht

18 Tore gegen Frick in einer Halbzeit waren einige zu viel. Im Hinspiel kassierte Einsiedeln auswärts nur 24 Treffer. Ziel war es also im zweiten Umgang hinten kompakter und aggressiver zu agieren und vorne den Kopf zu gebrauchen. Im Tor erhielt Daniel Bisig seine Chance, die er gut nutzen konnte. Mit 2-3 Paraden verhalf er seinem Team dran zu bleiben. Da im Angriff weiterhin Sand im Getriebe war, gelang kein schnelles Aufholen. Da die Deckung nun etwas besser funktionierte, spielten die Fricker im Angriff nicht mehr so überzeugend, doch sie kämpften um ihr überleben in der 1. Liga und blieben weiterhin vorne. Die Schwyzer verkürzten den Abstand aber immer weiter und konnten einige Minuten vor Spielende den Ausgleichstreffer erzielen. Frick legte aber immer wieder ein Tor vor, welches Einsiedeln immer wieder egalisieren konnten. In der letzten Spielminute gang ihnen genau dies wiederum – es sollte das letzte Mal sein. Gut 30 Sekunden vor dem Abpfiff nahmen die Gäste ihr Time-Out, um sich nochmals genau abzusprechen. Obwohl die Deckung nach dem Pausentee auf Seiten des HCE besser agierte, vermisste man genau im letzten Angriff der Gäste nochmals die Aggressivität. Ein weiterer Wurf ins hohe weite Eck von Galvagno brachte Frick wieder in Führung. Noch wäre genug Spielzeit übrig geblieben, um noch den Ausgleich zu schaffen. Geschickt verhinderte Frick dies, indem sie nach einem Foul an Grisanovs zuerst diesen nicht gleich los liessen und dann auch noch den Ball vertändelten. So gingen 10 Sekunden Zeit vorbei, ohne dass das Heimteam nochmals in der Lage gewesen wäre einen Wurf aufs gegnerische Tor abzufeuern. So endete ein das letzte Saisonspiel leider mit einer Niederlage. Mit Frick siegte das Team, welches den Sieg mehr wollte.

 

Ende gut alles Gut

Es war in dieser Saison alles dabei. Herzschlagfinale wie im Cup gegen Arbon, starke Aufholjagten wie gegen Pratteln oder Pilatus aber auch sehr schwache Darbietungen wie z.B. gegen Dagmersellen. Die erste Saisonhälfte war mehr schlecht denn recht, doch ab Dezember spielte Einsiedeln stark. Mit der Rückkehr des letztjährigen Topskorers Grisanovs verbesserte sich auch das ganze Team. Die jungen Spieler lernten viel dazu und so stärkte jeder einzelne die ganze Mannschaft. Nun gibt es in den kommenden Wochen mehr persönliches Training, bevor man Ende Mai mit der richtigen Vorbereitungsphase beginnt. Noch ein Dank gilt es den zahlreichen frenetischen Fricker Fans auszusprechen, die das Einsiedler Brühl zu einem wahren Hexenkessel verwandelten. Es wäre zu hoffen, dass die Aargauer die Liga halten können, denn so sind sie eine gute Bereicherung.