Herren 1: Sieg beim Tag der offenen Toren


Mit einem weiteren Erfolgserlebnis in Form von zwei Punkten konnte der HC Einsiedeln aus dem Klosterdorf Muri ins eigene Klosterdorf zurück reisen. Ein harter Kampf während 60 Minuten musste aber zuerst gewonnen werden, was dem Team verdient aber ohne zu überzeugen gelang.

Im Hinspiel musste der HC Einsiedeln gegen den TV Muri eine bittere Niederlage zu Hause einstecken. Damals agierte man hinten anfällig, aber vor allem vorne einen schlechten Tag. Mit der zweiwöchigen Vorbereitung auf dieses so genannte 4 Punktespiel wollte das Trainerteam einer erneuten schwachen Darbietung gegenwirken. Krankheiten verhinderten aber geregeltes Training. Trotz der misslichen Umstände trainierte das Team gut und meistens konzentriert. Zum Start lief der Ball dann auch ordentlich durch die Reihen der Gäste und man konnte die ersten beiden Angriffe erfolgreich abschliessen. Die Platzherren standen dem aber in nichts nach und skorten ebenfalls. Mit zwei technischen Fehlern im Angriff überliess man den Aargauern dann die Führung. Da Einsiedeln hinten zu zahm agierte, ermöglichte man dem Gegner immer wieder einfach Tore zu erzielen. Da der HCE vorne aber in Spiellaune war, konnte sich Muri trotz deren Freiheiten nicht absetzen. Als die Gäste hinten etwas besser agierten, zwang man die Freiämter zu schlechter vorbereiteten Torwürfen, welche promt den Weg ins Ziel nicht fanden. So ging Einsiedeln zum 7:8 wieder in Führung und konnte diese bis zum 11:14 ausbauen. Leider setzte nach der guten Phase hinten wieder der Schlendrian ein, so dass das Heimteam den Rest der ersten Hälfte ausgeglichen gestalten konnte. Mit der Schlusssirene (oder doch später?) traf Muri’s Heusi zum 15:18 Pausenstand.

 

Mit mehr Köpfchen und Aggressivität

Das war die Aufgabe, welche die Führungscrew seinem Team mit aus der Garderobe gab. Da Muri nun eine kurze Deckung auf Einsiedelns Topskorer Grisanovs spielte, mussten sich die Schwyzer ihr Spiel umstellen. Dies gelang im Angriff ganz ordentlich. Da die Verteidigung deren Namen aber weiterhin nicht verdiente, blieb Muri auf Tuchfühlung. Mal konnten sie etwas aufschliessen, doch die Gäste aus Einsiedeln hatten immer wieder eine passende Antwort darauf. Der Abstand blieb deshalb zwischen 2-4 Toren, ohne dass sich Einsiedeln hätte absetzen können. Dazu wäre mehr Biss und mehr Aggressivität nötig gewesen, eigentlich genau das was man sich in der Pause vorgenommen hatte. So hagelte es Tore aus allen Lagen und da Ulrich mal nicht sein übliches Rendement abrufen konnte (war die Woche über auch krankheitshalber ans Bett gebunden), blieb das Geschehen spannend und umkämpft.  Doch mit einer etwas konzentrierteren Leistung hätte man sich einen ruhigeren Abend erspielen können. Hätte, wette Fahrradkette - so blieb die Partie aber eine wahre Abwehrschlacht in welcher bei beiden Teams klar die Angriffsreihen statt der Deckung brillieren konnten. Einsiedeln gewann zum Schluss zwar verdient mit 34:38, ohne dabei geglänzt zu haben.

Der grosse Zusammenschluss am Tabellenende

Die 19. Meisterschaftsrunde hatte es Resultatmässig in sich. Mit Frick (Dagmersellen) und Dietikon-Urdorf (Pilatus) landeten zwei Teams auf Abstiegspositionen Siege, welche man so nicht erwarten durfte. Dies hat zur Folge, dass Frick bis auf einen Punkt zu Muri aufschliessen konnte und die Zürcher sogar die roten Ränge verlassen konnte. Auf diesen liegen nun Magden/Möhlin (stehen als Absteiger fest), Frick, Muri und Pilatus. Einen respektive zwei Punkte davor Dietikon-Urdorf und Einsiedeln. Auf die SG Pilatus treffen die Einsiedler am nächsten Samstag vor eigenem Publikum. Auch gegen die Spielgemeinschaft haben die Schwyzer noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel verlor man die Begegnung in der Schluss-Viertelstunde, wo Pilatus 5 Tore mehr erzielen konnte als der HCE. Es steht auf Grund der Tabellenlage ein weiteres 4 Punkte-Spiel auf dem Programm. Ein Sieg des Heimteams würde schon fast den sicheren Ligaerhalt bedeuten. Um 19.00 Uhr startet ein weiterer Abstiegskampf, bei dem der HCE zwei weitere Punkte holen will. Pilatus konnte bisher noch keine Punkte aus Einsiedeln mit nach Hause nehmen und dies soll auch am Samstag so bleiben. Auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung hofft der HC Einsiedeln.


Telegramm

Handball 1. Liga:

TV Muri - HC Einsiedeln 34:38 (15:18)

SR Bitici, Grau

Zuschauer: 80

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Daniel Bisig

Markus Bösch, Burkard Raphael, Kevin Frei, Janis Grisanovs (9), Skirmantas Pleta (8/2), Elias Rothlin, Daniel Schmid (2), Lukas Schönbächler, Christoph Sutter (2), Daniel Varga (9), Martin Betschart (6).