Damen: Meistertitel mit starker Heimleistung versüsst


HC Einsiedeln – SG Dietikon-Urdorf 42:20 Der Einsiedler Meisterexpress war im letzten Heimspiel der Saison nicht zu stoppen. Der HCE demontierte die anwesenden Zürcherinnen nach allen Regeln der Handballkunst und gewann somit auch den dritten Vergleich der laufenden Saison problemlos und auch in dieser Höhe verdient. Der Zürcher Gegner konnte sich emotional nicht mehr gross motivieren und bekam dafür die Quittung in Form einer Kanterniederlage.

Im Vorfeld der Partie war vor allem die aufgekommene Last im mentalen Bereich ein Thema. Doch davon war in keiner Phase des Spiels etwas zu sehen. Der Start gelang, die Einheimischen standen in der vollen Sporthalle Brüel in der Deckung äusserst stark und diszipliniert, was schon früh der Ursprung für überfallartige Gegenstoss-Wellen war, welche mehrheitlich auch im gegnerischen Kasten versorgt wurden. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich an und man dachte nicht daran, das Tempo zu reduzieren. Im Einsiedler Tor hatte man mit dem Duo Horat / Zürcher einen sicheren Part, welcher die provozierten Abschlüsse des Gegners reihenweise entschärfte. Im Gegensatz zum bemitleidenswerten Torhüter auf der Gegenseite. Sie wurde allerdings auch oft sträflich allein gelassen, was es dem HCE schon in erster Halbzeit erlaubte, eine wahre Gala aufs Parkett zu zaubern. Vorläufiger Höhepunkt war in der ersten Halbzeit das Comeback von Gianna Ribbers, welche nach längerer Knieverletzung, mit zwei sanften Hebern, nahtlos das Kollektiv verstärkte. Zur Pause war das Spiel bereits entschieden und die Gewissheit, dass man den Aufstieg geschafft hat, war allgegenwärtig.

 

Frisch eingestellt und motiviert, die gezeigte Leistung zu bestätigen, stand man nach kurzer Besprechung wieder auf dem Platz. Es war klar, der HCE war wild entschlossen weiter sein Spiel durchzuziehen. Dies gelang dann auch in der zweiten Halbzeit problemlos. Die Gegnerinnen fanden kein Mittel um den HCE zu stoppen und mussten praktisch jeden erweiterten Gegenstoss als Torerfolg akzeptieren. Die Einsiedlerinnen steigerten sich in einen wahren Spielrausch und man hatte nun langsam aber sicher das Gefühl, dass man gegenüber dem Gegner Mitleid haben müsse. Als erste Massnahme nahm man schon früh den Einsiedler Captain Jacqueline Hasler-Petrig vom Platz, was allerdings nur wenig am Spielverlauf änderte. Der HCE zog auch in der zweiten Halbzeit sein Spiel voll durch und ein Handball-Steinzeitresultat wurde immer realistischer. Dass dabei das Einsiedler Handballpublikum vermehrt aus dem Staunen nicht mehr raus kam, war wohl der Ursprung davon, dass man nicht mal alle Stimmungsregister ziehen musste. Der HCE zeigte auch in Halbzeit Zwei warum man auch eine Liga höher durchaus mithalten wird. Eine starke Defensive war über die ganze Spielzeit der entscheidende Faktor. Da man dies auch entsprechend mit den schnellen Spielerinnen umsetzen konnte, war dann natürlich der gewünschte Effekt.

 

Schlussendlich gewinnt der HCE völlig verdient und holt sich damit erstmals den Regionalmeistertitel in der 2. Liga, welcher gleichzeitig den Aufstieg in die 1. Liga bedeutet. Mit ähnlichen Leistungen wird man auch für die Gegner eine Liga höher nicht einfach ein Sparringpartner sein. Doch dies ist noch weit weg. Zuerst wird man nun noch das Trainingsspiel gegen die SG Meilen/Stäfa bestreiten, dann eine kurze Pause einlegen, und sich nochmals voll auf den letzten grossen Event, den Cupfinal, vorbereiten. Es wird das letzte grosse Ziel der Saison sein. Wer den HCE am Samstag gesehen hat, wird sich keine Sorgen für die letzten zwei Spiele machen.

 

HC Einsiedeln: Stefanie Horat (1.-45.) / Claudia Zürcher (46.-60.); Jolanda Schädler, Karin Huser, Jasmin Huser, Kathrin Füchslin, Patricia Ruhstaller, Laura Vechiu, Vreni Pfyl, Martina Lütscher, Jacqueline Hasler-Petrig, Heike Maurer, Simone Trütsch, Gianna Ribbers