Damen: Letztes Kapitel im Titelkampf?


Für die Damen ist es angerichtet. Angerichtet für das hoffentlich letzte Kapitel im Kampf um den Regionalmeistertitel. Am kommenden Samstag (Anspiel 16:00 Uhr) empfangen die Damen die SG Dietikon-Urdorf. Alles spricht für den HCE. Doch genau dies ist der schwierige Aspekt. Das Wiegen in falscher Sicherheit wäre fatal und ein schlechter Wegbegleiter.

Zwei Spiele hat man in dieser Saison gegen die Zürcherinnen gespielt. Zweimal ging man als klarer Sieger vom Platz. Doch genau dieser Umstand macht es so gefährlich. Wenn die Frauschaft das Gefühl hat, man würde zum Nulltarif die entscheidenden zwei Punkte abholen, würde man zweifellos schief dastehen. Um so wichtiger ist es, dass man sich seriös auf den Gegner vorbereitet. Die Zürcherinnen kommen zwar aufgrund ihrer Spielanlage dem HCE entgegen, doch auch hier muss man zuerst die prognostizierten Spielsituationen provozieren können. Der Kader der Zürcherinnen ist nicht gerade sehr breit, was es für sie schwierig macht, über die ganze Spielzeit das Tempo mitzugehen. In den bisherigen Spielen reichten jeweils fünfzehn starke Minuten, um die entscheidende Differenz herbeizuführen. In der übrigen Zeit blieb das Spiel „relativ“ ausgeglichen. Der HCE kann auch in diesem Spiel aus dem Vollen schöpfen. Im Gegensatz den ersten beiden Spielen wird man eher noch stärker einzustufen sein. Erstens weil man sich spielerisch verbessert hat und zweitens, weil man vereinzelte Spielerinnen in den ersten beiden Partien gar noch nicht eingesetzt hat.

Es wird oft vergessen, dass der HCE noch mehrere Spielerinnen in der Hinterhand hat, welche länger verletzt waren, oder freudigen Erwartungen entgegen sehen durften. Unter anderem ist mit der Rückkehr der rechten Flügelspielerin Gianna Ribbers zu rechnen, welche in den vergangenen Jahren auch schon teamintern beste Saison-Torschützin war. Die ersten Trainings sind reibungslos und ohne Komplikationen verlaufen. Bleibt abzuwarten, ob sie bereits gegen die Zürcherinnen ihr Comeback gibt, oder aber „erst“ in den nachfolgenden zwei Spielen. Überstürzen muss man aber sicher nichts.

Es spricht also eigentlich alles dafür, dass der HCE gegen die Zürcherinnen zwei Punkte abholt und damit im Anschluss den Regionalmeistertitel und Aufstieg in die 1. Liga feiern kann. Dafür benötigt man eine gute Leistung in der Verteidigung, gutes Umschalten in den Angriff und natürlich eine brauchbare Effizienz. Gelingt dieses Unterfangen, darf endlich mal wieder ein Einsiedler Team zuhause in Einsiedeln einen Titel feiern. In den letzten Jahren mussten sämtliche Titel in fremder Halle gefeiert werden. Daher darf man sich auf Einsiedler Seite sicher einen schönen Zuschaueraufmarsch erhoffen, zumal man seit über 450 Tagen in der Sporthalle Brüel ungeschlagen ist.

Es ist angerichtet – nun liegt es am ganzen Team, die Ausgangslage auch auszunutzen!

Der HCE freut sich auf viele Zuschauer!