Hauptsache 2 Punkte


Vorneweg das positive vom Spiel. Der HC Einsiedeln gewinnt die ersten 2 Punkte im neuen Jahr und zwar verdient. Das Team erkämpft und erzittert schlussendlich einen Heimsieg, der auch ganz anders hätte gefeiert werden können. Doch was zählt sind zwei weitere Punkte auf dem Konto.

Nach der Niederlage gegen Handball Wohlen wollte der HCE vor heimischem Publikum natürlich auch seine ersten Punkte im Jahr 2016 einfahren. Mit der SG Magden/Möhlin kam eigentlich ein dankbarer Gegner für diese Aufgabe ins Klosterdorf. Mit 0 Punkten stehen sie klar am Tabellenende, und werden nach dem Aufstieg letzte Saison wohl gleich wieder den Abstieg antreten müssen. Doch das Heimteam war gewarnt, denn in der Vorrunde erreichte man nur einen hauchdünnen und sehr glücklichen Sieg. Anfangs Oktober reüssierten die Schwyzer auswärts knapp mit 27:28 mit einer sehr durchzogenen Leistung. Zu Hause nahm man sich daher einiges vor und startet verheissungsvoll in die Partie. Gleich mit 4:1 ging das Team in Front und baute den Vorsprung sogar auf 5 Längen zum 8:3 aus. Statt die souveräne Spielweise weiter zu ziehen, schien es, als ob die Spieler daraufhin den Kopf ausschalteten und ziemlich kopflos agierten. Man liess den Gegner wieder näher aufrücken, da man hinten nicht die nötige Aggressivität fand. Die Gäste agierten fast während der gesamten Spielzeit mit einem zusätzlichen Angreifer, was dem Heimteam sichtlich Mühe bereitete, obwohl die Spielweise des Gegner relativ offensichtlich war. So konnten die Aargauer bis auf 2 Tore verkürzen. Dank einem Zwischenspurt vor der Pause konnte Einsiedeln mit einem (zu kleinen) Polster von 4 Toren in die Kabine. Es stand 18:14.

 

Dem Gegner zu viel Platz gelassen

Der Angriff funktionierte im ersten Umgang teilweise sehr gut. Nur 5-6 Fehlwürfe in 30 Minuten ist ein starker Wert. So konnte es ruhig weiter laufen. Hinten jedoch wollte das Team kompakter und aggressiver auftreten. Doch es sollte anders kommen. Gleich beim ersten Pass des Gegner an den Kreis schienen die Einsiedler noch in der Kabine zu weilen. Ungehindert kam Magden/Möhlin so zum ersten Treffer. Den konnte Pleta dank 7-Meter postwendend ausgleichen. Hinten funktionierte weiterhin noch nicht alles wie erhofft, weshalb die Gäste immer wieder zu einfachen Toren kamen. Da die Klosterdörfler nun im Angriff einige unnötige Abschlüsse suchten und sich auch die Fehlerquote steigerte, gelang der SG Mitte der zweiten Hälfte den Ausgleich zum 23:23. Ein lautstarkes Time-Out schien die Mannschaft jedoch wieder in die richtige Spur zu bringen. Da sich die Gäste in dieser Phase ebenfalls lautstark bei den Unparteiischen meldeten, kam der HCE dank zwei 2-Minuten Strafen wegen Reklamierens zu Überzahl Situationen welche sie mehr oder weniger zu nutzen wussten. Sie gingen wieder in Führung und liessen sich die wohlverdiente Butter nicht mehr vom Brot nehmen. 2 Punkte erkämpft – wenn auch ohne zu glänzen.

 

Sich fast selbst geschlagen

Es hätte einen souveränen Start-Ziel Sieg werden können, hätte man das konsequente Spiel der ersten Minuten über die ganze Spielzeit durchgezogen. Doch dem HCE gelang dies nicht, weshalb man bis zum Schluss zittern musste. Dass in der 3fachen Überzahl Torhüter Ulrich mit einem direkten Treffer das Spiel entscheidend mitentscheiden sollte, sprach Bände. Aber wie sagt man so schön: Auch schlechte Spiele muss man gewinnen, um weiter zu kommen. Dies hat Einsiedeln geschafft und darf nächsten Samstag (mitten in der Fasnachtszeit) auswärts gegen die starke SG Olten antreten. Als klarer Aussenseiter wird Einsiedeln hat man dort nichts zu verlieren und wird versuchen eine Überraschung zu landen. Gerne erinnern darf man sich 1 Jahr zurück, als der HCE mit einem Schrumpfteam „nur“ mit einem Punkt nach Hause musste. Der Glaube etwas erreichen zu können wird der Schlüssel für diese Partie sein.