Herren 1.Liga: Unbedeutende Niederlage zum Schluss


Das Einsiedler Fanionteam hatte sich viel vorgenommen. Ein Sieg zum Abschluss sollte es sein. Ein Sieg, um auch die abtretenden Spieler noch verdient zu verabschieden. Doch am Schluss liessen die Kräfte deutlich nach und das Fehlen von vielen Spielern konnte nicht kaschiert werden. Vorwürfe muss man sich allerdings keine machen. Mit dieser Niederlage endet eine durchzogene und zum Schluss doch versöhnliche Saison ansprechend.

Nach dem Abschlusstraining am Freitag war klar, dass neben Schelbert und Varga auch noch Enz und Lipovsky fehlten und somit doch vier Stammkräfte merklich vermisst werden würden. Damit fehlte einiges an Qualität, aber auch die Breite wurde dadurch arg in Mitleidenschaft gezogen. Auch Linkshänder Bösch, in seinem letzte Spiel, musste angeschlagen ins Spiel steigen. Der HCE liess sich dadurch aber nicht verunsichern und zeigte eine beherzte Leistung. Es dauerte bis zur neunten Minute, bis die Vorderländer, welche unbedingt einen Sieg brauchten, das erste Mal einnetzen konnten. Der HCE seinerseits war schon dreimal erfolgreich. Speziell Theo Ulrich zeigte eine starke Leistung und vereitelte mehrere gute Torchancen der Gäste. Im Anschluss sah man ein eher schwaches Spiel bei dem beide Teams vorwiegend in der Deckung ansprechend agierten. Bis zur Pause war das Spiel dann ausgeglichen und man konnte von vorne beginnen.

Die zweite Hälfte startete dann vor allem für Vorderland besser. Sie konnten ihre doch verständliche Nervosität etwas ablegen und konnten ein paar einfache Tore erzielen. Roman Achermann konnte nicht ganz an die Leistung von Theo Ulrich anknöpfen und die Leistung in der Deckung wurde auch eher schwächer. Die Appenzeller nutzten die Gunst der Stunde und legten einen vorentscheidenden Vorsprung in die Waagschale. Näher als auf drei Tore kam der HCE danach nicht mehr an den Gegner ran. Man setzte alle Spieler ein, wie schon in der ersten Halbzeit, doch dieses Mal ging die Rechnung nicht mehr auf. Es gab doch zu viele Abschlüsse welche den Weg nicht ins Tor fanden und man musste den Gegner ziehen lassen. Am Schluss siegten die Vorderländer verdient, wohl etwas zu hoch, mit sieben Toren Unterschied. Für den HCE kein Beinbruch, und für die Vorderländer von enormer Wichtigkeit. Sie müssen nun noch zwei Spiele gegen den Abstieg bestreiten. 

Der HCE kann mit der abgelaufenen Saison zwar am Schluss zufrieden sein, muss aber die Lehren daraus ziehen. Zu viele Auftritte entsprachen nicht dem heutigen Handballzeitalter. Für die kommende Saison hat man nun vorgesorgt. Es stossen Spieler zum Team, welche deutlich mehr Dynamik mitbringen, was sich hoffentlich im Bereich Qualität, als auch der Kaderbreite, positiv auswirken wird. Es ist nun Aufgabe des Trainerstaffes, die vorhandenen Mittel auch so einzusetzen, dass man wieder um einen Finalrundenplatz mitspielen kann. Ob hier auch der Verband mitspielt und mal wieder ausgeglichenere Gruppen einteilt, wird man sehen und kann man leider auch nicht beeinflussen. Beeinflussen kann man nur die eigene Leistung. Und diese hätte in der aktuellen Saison auch in den anderen Gruppen kaum für Finalrundenlorbeeren gereicht. Mit Leistungen wie teils in der Abstiegsrunde, darf man aber durchaus optimistisch nach Vorne schauen. Es stehen nun fünf Wochen Pause an. Das Team bedankt sich für den Support und freut sich nun ebenfalls auf eine Handballpause. Schon vor dem Spiel war klar, dass auch die letzte Personalie geklärt werden konnte. Der im Team sehr beliebte Attila Jarosi, welcher eine gute Abstiegsrunde gespielt hat, wird dem Team auch in der kommenden Saison erhalten bleiben und gleichzeitig ist vorgesehen, dass er sein Trainerwissen in einem Juniorenteam weitergibt. Dies spielt auch Cheftrainer Tschannen in die Karten, welcher damit auch einen breiten Kader zählen kann und entsprechend Druck bei Aufgeboten ausüben kann. Sicher eine Situation, welche alle positiv beeinflussen wird. 

 

Sporthalle Einsiedeln

HC Einsiedeln: Theo Ulrich (1.-30. und 50.-60.), Roman Achermann (31.-49.); Fabio Näscher, Elias Rothlin, Christoph Sutter (2), Manuel Horat (1), Markus Bösch (1), Janis Grisanovs (9), Michael Schmid (1), Attila Jarosi (2), Patrick Henseler (2), Christian Maag (4), Carlo Beyer (1)

Bemerkungen: letztes Meisterschaftsspiel von Markus Bösch. HCE ohne Mark Schelbert (angeschlagen), Daniel Varga (angeschlagen), Kevin Enz (abwesend), Peter Lipovsky (angeschlagen), Daniel Schmid (verletzt), Lukas Schönbächler (abwesend)