Herren 1.Liga: Punktgewinn gegen Wohlen


HC Einsiedeln – Handball Wohlen 22:22 (11:12) Wer sich am vergangenen Mittwoch Abend in die Sporthalle verirrte, sah wenig schöne Handballkost. Man sah ein Spiel, welches ohne sportlichen Wert über die Bühne ging. Zwei Teams, welche das Saisonende herbeisehnen, und sich handballerisch noch etwas Auslauf gaben. Am Schluss stand ein mehrheitlich gerechtes Unentschieden auf der Resultattafel. Damit hat der HCE die Chance am kommenden Samstag mit einem Sieg gegen BSG Vorderland die Abstiegsrunde auf dem ersten Platz zu beenden. Es wäre ein mehr als versöhnliches Saisonende.

Der HCE eröffnete durch Kevin Enz den Torreigen. Im Anschluss wogte das Spiel hin und her, meistens mit leichten Vorteilen für das Heimteam. Der HCE bot den meisten anwesenden Spielern seine Spielanteile und konnte so die Verantwortung auf alle Schultern verteilen. Da man mit der Absenz von Mark Schelbert und Daniel Varga aber einiges an Torproduktion nicht auf dem Platz hatte, waren die meisten Angriffe geprägt von Abwarten auf Fehler des Gegners. Nach rund 25 Minuten hatte sich der HCE einen Dreitore-Vorsprung erarbeitet. Handball Wohlen nahm das Time-Out und kehrte im Anschluss in den letzten Minuten das Spiel noch zu ihren Gunsten. Zur Pause führte Handball Wohlen mit einem Tor Unterschied.

 

Das Spiel blieb auch nach der Pause sehr ausgeglichen. Der HCE nutzte seine ganze noch vorhandene Kaderbreite und spielte dabei gegen einen Gegner, welcher mehrheitlich mit den gleichen Spielern durchspielen musste. Man merkte, dass sich zwar beide Teams bemühten, aber wirklich schöne Handballkost, gab es nicht mehr zu bestaunen. Die Tore waren oft zufällig und dem wenig inspirierten Gegner zuzuschreiben. Je näher man allerdings dem Ende kam, je mehr versuchte der HCE den Sieg an sich zu binden. Inzwischen stand Roman Achermann im Tor, welcher nahtlos an die Leistung von Theo Ulrich in der ersten Halbzeit anknüpfte. Knapp 50% Abwehrquote hatte er am Schluss in seiner Statistik, und war somit ein wichtiger Eckpfeiler in der zweiten Hälfte. Nach knapp sechsundfünfzig Minuten hatte sich der HCE weitere Vorteile erkämpft und stand mit drei Toren Vorsprung vor dem Sieg. Doch in der Schlussphase vergab man diesen Sieg mit zu vielen technischen Fehlern und musste am Schluss ein gerechtes Unentschieden schlucken. Positiv in Erscheinung trat auch Christian Maag, mit einer 100% Erfolgsquote bei den Siebenmetern. Und sonst bleibt in erster Linie die doch gute Deckungsarbeit haften, welche man am kommenden Samstag gegen Vorderland definitiv noch einmal auspacken muss. Auch die Tore waren deutlich besser verteilt als beim Gegner. Gelingt im letzten Spiel ein Sieg, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass man sich Gruppensieger nennen darf. Wie weit man sich hier noch motivieren kann, wird sich zeigen. Allenfalls ergibt sich noch ein Motivationstropfen aus Zürich. Vor allem GC Amicitia ist darauf angewiesen, dass der HCE das letzte Spiel gewinnt.


Sporthalle Einsiedeln

SR Künzle/Vaccaro


HC Einsiedeln: Theo Ulrich (1.-30.), Roman Achermann (31.-60.); Christoph Sutter (1), Manuel Horat (1), Markus Bösch (1), Janis Grisanovs (2), Michael Schmid, Kevin Enz (7), Attila Jarosi (2), Patrick Henseler (1), Christian Maag (4), Peter Lipovsky (3)


Bemerkungen: HCE ohne Daniel Varga (verletzt), Mark Schelbert (angeschlagen), Carlo Beyer (verletzt), Daniel Schmid (verletzt), Lukas Schönbächler (Ausland)