Herren 1.Liga: Mit Sieg zum Ligaerhalt


Pfader Neuhausen – HC Einsiedeln 33:37 (17:15) Der HCE holt entgegen den allgemeinen Erwartungen in Neuhausen den noch benötigten Sieg und sichert sich damit zwei Runden vor Schluss den Ligaerhalt. Das Spiel selber war bezüglich Emotionen und Kampfkraft kaum besser zu bestreiten und soll auch für die Zukunft wegweisend sein. Auch mit Absenz von wichtigen Leistungsträgern muss ein Spiel zuerst gespielt sein. Der HCE wollte den Sieg mehr, was am Schluss den Ausschlag gab.

Für den Handballkenner wird es mühsam sein, und doch muss nochmals geschrieben sein, dass der HCE auf seine beiden Rückraumshooter Janis Grisanovs und Daniel Varga verzichten musste. Wahrlich keine guten Anzeichen. Doch die Absenzen veränderten natürlich auch die Vorzeichen auf das Spiel. Es war klar, dass man nur mit Willen und Kampfkraft bestehen konnte. Gegen die Neuhauser hatte man zuhause noch unglücklich verloren. Und so startete man auch durchaus eher nervös und unsicher ins Spiel. Bereits nach etwas mehr als drei Minuten lag man mit vier Toren im Rückstand und hatte durch Christian Maag die erste Strafe gefasst. Fehlwürfe folgten und nach acht Minuten lag man bereits vermeintlich vorentscheidend mit sechs Toren im Rückstand. Ein Timeout durch Erich Schelbert, er ersetzte den abwesenden Christoph Tschannen, zeigte dann aber Wirkung. Das Team konnte sich im Anschluss fangen und fasste immer mehr Vertrauen. Auf Seiten des HCE war es mehrheitlich Mark Schelbert, welche für den Gegner kaum zu kontrollieren war. Nach zwanzig Minuten musste der Gegner ihn in Manndeckung nehmen, was danach allerdings eher dem HCE in die Hände spielte. Bis zur Pause konnte man den Rückstand mit Tempo und Willen auf zwei Tore Rückstand verkürzen.


Das Momentum lag nun eigentlich auf Seiten des HCE. In der Vergangenheit nahm man sich in solchen Situationen oft unbewusst zurück und powerte nicht im gleichen Mass weiter. Doch der HCE blieb nun vollends dran. Kämpfte um jeden Ball und liess sich auch durch einen Rückstand von vier Toren nicht mehr verunsichern. Nach dreiviertel der Spielzeit hatte der HCE den Ausgleich erstmals bewerkstelligt. Irgendwie lag es in der Luft, dass an diesem Tag das Spiel auf Seiten des HCE kippte. Man hatte sich dies auch verdient. Mit viel Herz kämpfte man sich in der Deckung in Vorteil-Situationen. Der Gegner wurde nun deutlich nervöser und machten einige Fehler mehr als in der Startphase. Eine rote Karte gegen Ante Mustapic brach dann dem Gegner das kämpferische Genick. Allerdings für eine Bemerkung gegenüber einem Einsiedler, welche man nicht unbedingt mit der Ampelkarte bestrafen musste. Möglicherweise war dies die ausgleichende Gerechtigkeit, nach der ungerechtfertigten Sperre (verweigern des Handschlages nach dem Spiel in Wohlen mit den Schiedsrichtern) gegen Grisanovs. Der HCE drückte nun aufs Tempo, hatte das Wettkampfglück auf seiner Seite und ging erstmals in Führung. Diese Führung wurde in der Schlussphase noch ausgebaut und konnte in einem frenetisch bejubelten Sieg abgeschlossen werden. Einzelne Spieler hervorzuheben ist schwierig und würde der Leistung aller Spieler nicht gerecht. Und doch muss man Mark Schelbert hervorheben, welcher achtzehn Tore war. Oder ein Markus Bösch, welcher notgedrungen Luft für sechzig Minuten hatte und seine Leistung mit sieben Toren aus acht Versuchen krönte. Ein Zeichen, dass die Luft wohl oft auch eine Frage des Kopfes ist. Ein Michael Schmid war in der Deckung, wie viele anderen auch, eine grosse Hürde und kämpfte sich die Lunge aus dem Leib. Man könnte noch weitere Spieler aufzählen. Es war am Schluss eine starke Leistung aller anwesenden Spieler. Solcher Einsatz und Power vorausgesetzt, wäre man in kompletter Besetzung nur schwer zu schlagen. Dies muss für die letzten Spiele und auch hinsichtlich der kommenden Saison das Ziel sein.


HC Einsiedeln: Theo Ulrich, Roman Achermann; Christoph Sutter (3), Manuel Horat (1), Mark Schelbert (18), Markus Bösch (7), Michael Schmid, Kevin Enz (3), Attila Jarosi, Christian Maag, Peter Lipovsky, Carlo Beyer (3)


Bemerkungen: HCE ohne Daniel Schmid (verletzt), Lukas Schönbächler (abwesend), Daniel Varga (angeschlagen), Janis Grisanovs (gesperrt)