Herren 1. Liga: Fünf Minuten ungenügend


Handball Wohlen - HC Einsiedeln 28:23 (10:10) Die Einsiedler reisen ohne Punkte aus Wohlen ab. Fünf Minuten Auszeit aller Teilnehmer, in Schiedsrichter inklusive, besiegelten für den HCE die Niederlage. Nach der Pause brachen leider kurze Zeit alle Dämme, was dem HCE einen uneinholbaren Rückstand eintrug. Dem HCE bleiben nun noch drei Spiele um den noch nötigen Sieg zu holen. Zuversichtlich darf man definitiv bleiben.

Der HCE war gewillt einmal mehr sein Auswärtsgesicht zu zeigen. Angereist ohne die beiden abwesenden Mark Schelbert und Christoph Sutter, wollte man dem Gegner sein Spiel aufzwingen. In der Startphase gelang dies nicht schlecht. Die Deckung zeigte weiter Aufstiegstendenzen, und im Tor konnte man sich auf einen überragenden Theo Ulrich verlassen, welcher den Gegner reihenweise zur Verzweiflung trieb. Speziell in diesen Phasen fehlte Mark Schelbert, welcher alleine in der ersten Halbzeit mehrfach die Option für erfolgreiche Gegenstösse umgesetzt hätte. Da auch Sascha Rudi im Tor der Aargauer gut mitzog, und Theo Ulrich nur wenig nachstand, blieb das Spiel lange offen mit leichten Vorteilen für den HCE, welcher sich einen Dreitore-Vorsprung erarbeitet, diesen vor der Pause aber wieder abgeben musste. Zur Pause stand ein Unentschieden auf der Resultattafel, was wohl als gerecht angesehen werden musste. 

Gewillt das bisherig Gezeigte weiterzuziehen, stieg der HCE in die zweite Halbzeit. Doch nun zeigten leider auch die Schiedsrichter eine miserable Phase. Schrittfehler in doppeltem Ausmass, sprich es ging eher Richtung sechs Schritte als drei Schritte, wurden nicht abgepfiffen und auch sonst gab es gleich mehrfach sehr unglückliche Pfiffe der Unparteiischen. Der HCE konnte sich dieser Situation nicht verwehren und lag nach fünf Minuten mit fünf Längen im Rückstand. Danach glich sich das Spiel wieder aus, und die beiden Teams blieben mehrheitlich im Gleichschritt bis zum Ende des Spiels. In der zweiten Halbzeit steigerte sich Sascha Rudi noch zusätzlich, was am Schluss auch den Unterschied ausmachte. Beim HCE zeigte speziell die rechte Seite eine schwache Vorstellung. Bei vierzehn Abschlüssen landeten nur vier Schüsse im Tor, was natürlich nicht ausreicht, wenn der Kader nicht in Vollbestand der Kräfte ist. Am Schluss rannte der HCE dem nach der Pause eingehandelten Rückstand bis am Schluss hinterher, ohne grosse Aussichten auf Reduktion. Der Sieger der Partie war verdientermassen Handball Wohlen, welche dann doch eine Spur erfolgreicher agierten, auch wenn sie selber ebenfalls nicht den besten Tag einzogen. Der HCE bleibt auch mit dieser Niederlage über dem Trennstrich und hat weiterhin alle Optionen in den eigenen Händen.

Am kommenden Samstag steht die Reise zu den Pfadern aus Neuhausen an. Auch da bleibt das Ziel gleich. Ein Sieg soll geschafft werden. Wenn die Deckung weiterhin so aufspielt und das Einsiedler Torhütergespann die Form so beibehält, dann hat man ohnehin immer die Möglichkeit den Sieg abzuholen. 

Sporthalle Wohlen - 100 Zuschauer

HC Einsiedeln: Theo Ulrich (1), Roman Achermann; Carlo Beyer, Elias Rothlin, Daniel Varga (1), Manuel Horat (1), Markus Bösch (1), Janis Grisanvos (8), Michael Schmid (1), Kevin Enz (4), Attila Jarosi (4), Patrick Henseler, Christian Maag (2), Peter Lipovsky

Bemerkungen: HCE ohne Daniel Schmid (verletzt), Lukas Schönbächler (Ausland), Mark Schelbert (abwesend), Christoph Sutter (abwesend)