Herren 1.Liga: Wenn knapp doch irgendwie klar ist


TV Unterstrass – HC Einsiedeln 33:35 (17:19) Ein abgezockter HCE siegt in Zürich verdient mit zwei Toren Unterschied. Auch wenn das Spiel mehrheitlich offen war, muss man doch von einem eigentlich ungefährdeten Sieg sprechen. Die Zürcher lagen über die ganze Spielzeit nur drei Minuten im Vorsprung. In der übrigen Spielzeit diktierte der HCE das Spielgeschehen und ging am Schluss verdient als Sieger vom Platz.

Daniel Varga eröffnete das Skore zum Start. Dem HCE war die Wichtigkeit des Spiels bewusst, was doch die nötige Spannung erzeugte. Der TV Unterstrass setzte über die ganze Spielzeit auf ihr bewährtes Konzept mit schnellem Umschaltspiel und schnörkellosen Abschlüssen. Der HCE seinerseits überliess das Spieldiktat seinem Spielmacher Attila Jarosi, welcher seine mit Abstand beste Leistung im HCE-Dress zeigte. Am Schluss standen in seiner Spielstatistik neun erfolgreiche Abschlüsse und, so nebenbei, ein anständig orchestriertes Angriffsspiel. Das Spiel war nach achtzehn Minuten ausgeglichen, ehe der HCE sich etwas steigern konnte, im Deckungsverbund. Da man im Angriff immer Lösungen zum Torerfolg fand, konnte man sich leicht absetzen. Rund neunzig Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit lag man mit vier Treffern im Vorsprung. Eine Minute vor dem Pausentee konnten die Zürcher nochmals auf drei Tore verkürzen, ehe Coach Christoph Tschannen seine Mannen zum Time-Out bat. Vierzig Sekunden Aufbau, um mit vier Toren Vorsprung in die Pause zu gehen. Dies das Ziel seine Ansprache. Leider gelang dies nicht wie gewünscht. Die Zürcher konnten nach einem HCE Fehler noch ein Tor erzielen, was somit leider nur einen Vorsprung von zwei Toren ergab. Nichtsdestotrotz konnte der HCE mit dem gezeigten der ersten Halbzeit durchaus zufrieden sein.

Die Wichtigkeit eines guten Startes in die zweite Hälfte ist in Handballerkreisen natürlich bekannt. Dies setzte der HCE um und startete erfolgreich in die letzten dreissig Minuten. Nach acht gespielten Minuten lag man wiederum beruhigend mit vier Toren im Vorsprung und schien das Spiel definitiv im Griff zu haben. Leider verpasste man es, den Sack vorzeitig wirklich zu zumachen. Zu viele Fehlversuche ermöglichten dem Gegner ein Aufschliessen auf ein Tor Unterschied. Doch der HCE liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Im Angriff zeigte man einmal mehr grosse Qualitäten und zog wieder auf drei Tore Unterschied weg. Auch in dieser Phase zeigte der HCE Spielmacher Attila Jarosi das Resultat seines Sahnetages. Er war nicht zu kontrollieren und zeigte immer wieder entschlossen seine Qualitäten. Zwei Minuten vor Schluss gelang dem TV Unterstrass dann allerdings wieder der Anschlusstreffer, welcher im Anschluss von Kreisläufer Michael Schmid, welcher wiederum eine starke Partie zeigte, wieder mit einem HCE-Tor beantwortet wurde. Nachdem einmal mehr in der entscheidenden Phase Torhüter Theo Ulrich einen Abschluss des Gegners zunichte machte, war der Sieg definitiv Tatsache. Fünfundvierzig Sekunden vor Schluss konnte der Einsiedler Coach sein Time-Out nehmen und seinem Team die Marschrichtung mit den zwei Toren Unterschied vorgeben. Dies wurde mit einem weiteren Tor von Attila Jarosi umgesetzt und der Sieg war im Trockenen. Zwei eminent wichtige Punkte für den HCE. Der TV Unterstrass hat doch bislang zuhause gute Leistungen gezeigt und dass solche Siege keine Selbstverständlichkeit sind, zeigten bereits andere Spiele. Der HCE kann mit seiner Sonntags-Leistung zufrieden sein, und nun mit guten Gefühlen in die Vorbereitung auf das kommende Spiel gehen.

Sporthalle Bluemenfeld Zürich – 50 Zuschauer

HC Einsiedeln: Theo Ulrich, Roman Achermann; Christoph Sutter, Manuel Horat, Mark Schelbert (3), Markus Bösch (4), Janis Grisanovs (8), Daniel Varga (6), Michael Schmid (4), Attila Jarosi (9), Patrick Henseler, Christian Maag (1), Peter Lipovsky, Carlo Beyer

Bemerkungen: HCE ohne Kevin Enz (J&S Kurs)