Herren 1.Liga: HC Einsiedeln – HC Arbon 33:33 (15:13)


Unnnötiger Punktverlust gegen Schlusslicht Der HC Arbon reiste mit neuem Trainer im Gepäck an und war gewillt Punktezuwachs zu generieren. Die Einsiedler seinerseits wollten nach der schwachen Vorstellung vor einer Woche sicher zwei weitere Punkte absichern. Zum Schluss war es eng, mit dem etwas glücklicheren Ausgang für den HC Arbon.

Die Arboner sind aktuell wahrlich nicht zu beneiden. Ihr Kader ist ausgedünnt durch Verletzungen und Absenzen der in der NLA eingesetzten Spieler von St. Otmar St. Gallen. Daher ist ihnen hoch anzurechnen, dass sie frisch von der Leber weg an ihre Chance glaubten und sich nicht versteckten. Angeführt von einem leider zu gut aufgelegten Petar Roganovic verstanden sie es geschickt, im HCE Verbund Löcher zu generieren, welche sie mehrheitlich zum Torerfolg nutzten. Der HCE seinerseits brauchte bis zur zwölften Minute, bis man erstmals den individuellen Vorteil in einen Vorsprung von zwei Toren ummünzen konnte. Danach lief das Spiel ruhig vor sich hin. Beide Teams machten sich nicht gross weh und setzen darauf, dass die Abschlussquote nicht immer im grünen Bereich war. Auch die beiden starken Torhüter, auf Einsiedler Seite Ulrich, und auf Arboner Seite Appert, vermochten nur vereinzelt ihre Klasse zu zeigen. So entwickelte sich ein Spiel, welche man auf Seite des HCE eher verhindern wollte. Ziel war sicher, dass man mit schnörkellosem Spiel frühzeitig Abstand zum Gegner gewinnen konnte. Doch wie schon vor einer Woche waren nicht alle Spieler in guter Verfassung, um dieses Vorhaben umzusetzen. Zur Pause konnte man wiederum auf zwei Tore Unterschied wegziehen und sich damit eine zufriedenstellende erste Halbzeit sichern.

Der HCE kam gut gerüstet aus der Halbzeit. Christoph Sutter brachte Bewegung ins Spiel und in der Deckung stand man nun deutlich besser. Die verschiedenen Ballverluste wurden vom HCE umgehend ausgenutzt und in Tore verwandelt. Nach zwölf Minuten in der zweiten Halbzeit schien das Spiel entschieden. Der HCE hatte sich mit anständigem Umschaltspiel und intensiver Deckungsarbeit fünf Tore Vorsprung erarbeitet und schien auf eine sichere Zielgerade einzufahren. Doch dann folgten schwarze Minuten. Zuerst konnte sich Christoph Sutter nicht mit einem Entscheid der beiden Unparteiischen anfreunden, was ihm eine sehr hart gepfiffene 2 Minuten Strafe eintrug. Seine Einwände in dieser Aktion waren definitiv berechtigt, wurde er doch massiv am Abschluss gehindert. Die nachfolgende Unterzahl zeigte zwar auf der Resultattafel keine negativen Auswirkungen, aber das Spiel wurde nun deutlich hektischer. Im Anschluss an diese Strafe, man lag immer noch mit drei Toren im Vorsprung, zeigte sich Michael Schmid nicht sehr clever, als er in der ungefährlichen Zone eine Strafe fasste und im Anschluss enervierte sich Coach Christoph Tschannen so stark, dass man den Ballbesitz abgeben musste. Das Spiel war nun unnötigerweise enorm hektisch, was man sich mehrheitlich selber zuzuschreiben hatte. Man gab also einem auf dem Spitalbett liegendem Patienten selber Luft, was dieser dankend annahm. Im Angriff verlor man nun für ein paar Minute den Faden und spielte leider nicht sehr clever. So kam es dass man durch viel zu viele Tore über den Kreisläufer plötzlich mit zwei Toren im Rückstand lag. Allein in den letzten zehn Minuten fand man kein Rezept gegen den gut aufspielenden Leandro Midea. Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch, wie man es eigentlich verhindern wollte. Zum Schluss zeigte man aber Moral. Zwei Tore von Mark Schelbert zeigten nach etwas mehr als achtundfünfzig Minuten den Ausgleich auf der Tafel. Beim zweiten Tor kassierte der Arboner noch eine Strafe. Nun lag der Vorteil wieder klar auf Seiten des HCE, welcher das Spiel aufgrund der Situation nun gewinnen musste. 45 Sekunden vor Schluss erzielte Attila Jarosi den vermeintlichen Siegtreffer. Die Arboner schalteten schnell um und verloren den Ballbesitz mit einem technischen Fehler. Der Arboner Spieler warf den Ball ins Seitenaus. Kein Teamkollege stand auch nur ansatzweise in der Nähe. Doch nun griffen die sonst grundsätzlich nicht schlecht pfeifenden Unparteiischen ins Spiel ein. Sie gaben Kevin Enz eine Strafe und den Ballbesitz dem HC Arbon. Über die Strafe hätte man sich eigentlich nicht mal nerven müssen, dass aber der Ballbesitz, nachdem der Ball irgendwohin gespielt worden ist, dem HC Arbon zugesprochen wurde, war dann doch ihrer sonstigen Leistung unwürdig und ein grober Eingriff in den Spielverlauf. Wie üblich und zu erwarten kassierte danach der HCE in den verbleibenden Sekunden noch ein Anspiel an den Kreis, was in einem Siebenmeter endete. Der Arboner Da Ros zeigte keine Nerven und erzielte den Ausgleich. Die letzten paar Sekunden brachten dann nichts mehr und man musste sich mit einem Punkt begnügen.

Ob dieser Punkt nun als gewonnen oder verloren betitelt werden muss, ist schwierig zu sagen. Der Sieg lag auf jedem Fall auf dem Silbertablett. Aber wie schon beim Heimspiel gegen die Pfader Neuhausen liess man sich die Butter eigenständig vom Brot nehmen. Die Leistung war allerdings nicht schlecht, viel mehr zu wenig konsequent und darf in den kommenden Spielen nicht mehr auf diese Art und Weise vorkommen. Auch die Deckung war bis knapp Mitte der zweiten Halbzeit soweit genügend, dass man ein solches Spiel gewinnt. Am kommenden Samstag spielt man Auswärts beim Tabellenführer HC Romanshorn, welchen man im ersten Spiel der Abstiegsrunde bezwungen hat.

Sporthalle Einsiedeln – 100 Zuschauer

HC Einsiedeln: Theo Ulrich, Roman Achermann; Fabian Reichmuth, Christoph Sutter (1), Manuel Horat, Mark Schelbert (10), Markus Bösch (2), Janis Grisanovs (9), Michael Schmid (2), Kevin Enz (3), Attila Jarosi (3), Patrick Henseler, Christian Maag (3), Peter Lipovsky

Bemerkungen: HCE ohne Daniel Varga (gesperrt)