Erster Sieg im vierten Spiel


Das «Zwei» sicherte sich in einem umkämpften Spiel die ersten Punkte und schlug den unbekannten Gegner HC Mutschellen verdient mit 29:27.

«Mutschellen?!» fragten sich viele Einsiedler, wo das denn sei. Auf der Einsiedler Hanballkarte suchte man vergebens, denn gegen diesen Gegner trat man noch nie an. Seit dem Zusammenschluss bzw. Zentralisierung der Verbände trifft man ab und an mal auf neue Gegner. Eigentlich eine erfrischende Neuerung, jedoch für eine Matchvorbereitung eher mühsam. So wusste man, dass der Gegner nur ein Spiel in der laufenden Meisterschaft gespielt und verloren hatte. Dies gegen die SG Limmat/HCDU, gegen welche die Einsiedler im ersten Meisterschaftsspiel eine klare Niederlage einfingen. Vom Gefühl her, mussten die Aargauer also in etwa gleich stark einzuschätzen sein wie die Einsiedler.

 

Ein ausgeglichenes Spiel war also zu erwarten. Die Einsiedler starteten gut ins Spiel, die Verteidigung funktionierte gut. Die Torausbeute war hingegen eher Mau. Mal um mal scheiterte man aus besten Positionen am gegnerischen Keeper, welcher sich im Verlaufe in einen regelrechten Rausch spielte. Der Angriff des HC Mutschellen war einfach gestrickt. Mit kleinen Täuschungen und Wucht gelang es sich immer wieder gegen die Einsiedler durchzusetzen und so zogen sie mit diesem einfachen Spiel, und dank der Tor-Impotenz der Hausherren Tor um Tor davon. Die Einsiedler machten vieles richtig, der Ball wollte einfach nicht am Torwart vorbei. So gingen die Einsiedler mit sechs Toren Rückstand (9:15) in die Pause.

 

Trainer Bisig verbrauchte nicht viele Worte zur Pause. Allen war klar, woran es liegt. Die Einsiedler waren schlichtweg die bessere Mannschaft. Die ersten zehn Minuten konnte man zwei Tore aufholen, ehe man diese wieder kassiert hatte. Es fehlte wohl ein Zeichen von irgendwo. Das Momentum drehte sich schliesslich komplett auf die Einheimische Seite, ehe man wieder einen «Tolgg» kassierte. So fanden sich die Einsiedler auf einmal in doppelter Unterzahl wieder. Genug war genug. Es ging ein Regelrechter Ruck durch die Mannschaft und was folgte war die grösste Aufholjagd der Saison und somit die besten 15 Minuten. Unter der Anleitung und Führung von Abwehrchef Frei und den einfachen Toren von Karow drehte die Partie komplett. Nach dem Ausgleich von Burkard wandte sich die Zeit, vom HC Mutschellen die ganze Halbzeit über grosszügig genutzt, auf einmal gegen diese. Die Einsiedler hatten in der entscheidenden Phase die nötige Ausdauer und den Willen. Der Sieg stand fest und die Einsiedler gingen mit 29:27 vom Feld.

 

Die beiden Halbzeiten waren Tag und Nacht, Ebbe und Flut. Der Gameplan wurde über das ganze Spiel nicht verändert. Als Trainer könnte man sich den Bart ausraufen, wenn man dies bedenkt und die beiden Halbzeiten vergleicht. Jeder Spieler erfüllte seine Pflichten. So darf es weitergehen. Das nächste Spiel ist gegen Mitaufsteiger und direkten Konkurrenten HC Glarus auswärts. Geht der Einsiedler Steigerungslauf weiter? Eine Tendenz ist auszumachen…