Saisonbericht Damen (1. Liga)


Die Damen haben ihre gesteckten Ziele erreicht und konnten ihren Ligaerhalt bereits vor Weihnachten feiern. Es war das Ergebnis einer ausgezeichneten Vorrunde, mit nur zwei Niederlagen. Dieses Ziel wurde notabene in der stärksten Vorrunden-Gruppe geschafft, was die Ergebnisse in den Abstiegsrunden gezeigt haben.

Alle Teams aus der Einsiedler Gruppe haben den Ligaerhalt problemlos geschafft. Die Finalrunde war dann leider nicht mehr das Gelbe vom Ei. Mit vielen Absenzen, Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten, konnte das Team nur noch fünf Siege einfahren. Es war allerdings von Anfang an klar, dass man die Finalrunde nutzen will, um immer alle Spielerinnen einzusetzen und so auch die Erfahrung in der 1. Liga zu geben. Dies gelang in den meisten Spielen.

 

Positive Punkte:

Wenn man bei verschiedenen Teams den Topskorer abzählt, und dies auch beim HCE macht, dann fällt auf, dass man trotz allem mehr Tore gemacht hat, als es beispielsweise der TV Zofingen (Sieger der Abstiegsrunde) oder die HR Hochdorf (Platz 2 Abstiegsrunde) machten. Die Klasse von Jacqueline Hasler-Petrig war also der Unterschied an die Spitze. In der Breite konnte das Team in einem Grossteil der Spiele problemlos mithalten. Das sind sicher gute Punkte, an welchen man sich auch auf die kommende Saison halten kann. Um auch in der kommenden Saison die Liga zu halten, wird es zwar an viel Aufwand nicht mangeln, aber es haben mehrere Spielerinnen gezeigt, dass man bereit ist in vorhandene Fussstapfen zu treten. Es bleibt nun einfach die Hoffnung, dass man sich dessen auch bewusst ist und einem nicht der eigene Kopf im Weg steht.

 

Negative Punkte:

Ein Grossteil der Damen hat den Handballsport leider (immer noch) nicht richtig verstanden, oder aber die Trainer haben es nicht verstanden, die Art und Weise, wie man heute erfolgreich Handball spielt, näher zu bringen. Es braucht viele Spielerinnen um erfolgreich eine Saison zu absolvieren. Die Zeiten in denen man mal schnell sechzig Minuten auf der Platte gestanden ist, sind schon lange vorbei. Heute braucht es Spezialisten je Position. Sei es im Angriff als auch in der Verteidigung. Je mehr Positionen jemand spielen kann, je mehr Einsatzzeit hat man am Schluss. Dazu kommen die taktischen Ausrichtungen der Trainer, welche sich auch am Gegner anlehnen. All diese Punkte haben zu einer tollen Vorrunde verholfen. Es war eine Vorrunde, in welcher sehr guter Frauenhandball gezeigt wurde. Dass dabei auch viele Zuschauer daran Freude haben, scheint nicht allen bewusst zu sein. Das persönliche Wohl wird doch deutlich höher gewichtet. Die Trainer sind überzeugt, dass man mit gleicher Ausrichtung in der Finalrunde gar noch eine Liga weiter aufgestiegen wäre. Doch bereits vor dem ersten Spiel der Finalrunde wurden mehrere Stimmen laut, dass man gerne einen Stern in der Tabelle hat. Dies wurde von den Trainer auch so umgesetzt. Das war gleichbedeutend mit einem Verzicht auf die Aufstiegsmöglichkeit. Dies ist und bleibt enttäuschend. Schlussendlich spielt man einen Sport um erfolgreich zu sein. Aber auch um Spass zu haben. Diese Kombination ist allerdings nicht immer gleich einfach umzusetzen. Ab jenem Zeitpunkt war die Luft mehrheitlich draussen. Sowohl bei den Trainern als auch bei vielen Spielern. Das Team hat sich allerdings nie hängen lassen und kämpfte in jedem Spiel vorbildmässig. Was es aber ausmacht, wenn die Trainer nicht mehr ihre Ausrichtung durchziehen können, und mehrheitlich Statisten sind, zeigte sich an vielen Resultaten. Im Nachhinein ist das natürlich sportlich gesehen sehr schade. Für die Zuschauer, wie auch für den Verein. Dieses Wechseln der Ausrichtung zeigte sich auch sofort im Zuschaueraufmarsch, welcher deutlich kleiner wurde.

 

Highlight

Die Highlights der Trainer waren sicher der Heimerfolg gegen den SPL2-Absteiger aus dem Talkessel Schwyz, als man in einer vollen Halle den Gegner richtiggehend an die Wand spielte. Dies war dann auch die beste Kollektiv-Leistung der ganzen Saison. Ebenfalls als Highlight der Saison können sicher die Einsätze der sehr jungen Spielerinnen genannt werden. Kathrin Füchslin ersetzte als Kreisläuferin Laura Vechiu schon früh und zeigte mehrheitlich gute Leistungen. Gleiches gilt für Vreni Pfyl, welche zeigte, dass sie bereit ist auf der linken Flügelposition mehr Verantwortung zu übernehmen.

Nicht vergessen darf man sicher auch, dass man enorm viele Verletzungen oder sonstige Absenzen hatte, und das Team dies mit vielen verschiedenen Formationen jeweils positiv umsetzte. Auch dies soll für die Zukunft ein sehr positiver Aspekt sein.

 

Sowohl ich, als auch Thömi Kälin, haben uns schon früh entschieden in der nächsten Saison nicht mehr dabei zu sein. Es waren wunderschöne Erfolge, welche mit viel Spass verbunden waren. Eine Zeit, welche ganz sicher für immer in Erinnerung bleiben wird. Leider haben wir es nicht geschafft, die Frauen mit unserem Erfolgsvirus so zu tangieren, dass man versteht um was es geht.

Daher macht es auch keinen Sinn, wenn wir weitermachen. Schlussendlich haben wir versucht den Sport Handball soweit näher zu bringen, dass man Erfolg haben kann. Was eindrücklich gelungen ist. Zwei Aufstiege in Serie und die Qualifikation für die 1. Liga Finalrunde zeigen auf, was möglich wäre mit diesem Team. Selbst wenn man im Gegensatz zu den Gegnerinnen nur ein Drittel trainiert.

 

Wir wünschen dem Team für die Zukunft weiterhin viel Spass und natürlich auch Erfolg. Denn klar ist, dass die Mischung sportlicher Erfolg, mit Spass im Team, die idealste Kombination ist/wäre. Zukünftig wird es wohl wieder eher darum gehen Spielerinnen zu suchen, damit man wenigstens ein Team melden kann. Es wird dann wohl jene Zeit sein, in welcher man mit Wehmut an die vergangenen Jahre zurückdenkt und wie schön es war…. Egal wie lange man auf dem Platz stand…

 

PS. wir bedanken uns bei Ursi Huber und Chrigel Maag, welche uns jederzeit zur Seite standen.

 

Trainerteam Thomas Kälin und Marco Tschannen