Saisonbericht Herren 1 (1. Liga)


Bereits zur zweiten Saison startete das Herren 1 unter der Regie von Spielertrainer Martin Betschart in die Meisterschaft. Da der Kader mehr oder weniger zusammen gehalten werden konnte, sollte der Ligaerhalt gehalten werden können. Mit Daniel Bisig und Markus Bösch verliessen allerdings zwei wichtige Persönlichkeiten und Spieler das Team. In Zusammenarbeit mit dem HC Wädenswil (der sich dann allerdings schnell ändern sollte) ergänzte sich die Mannschaft noch mit dem Litauer Edvinas Vorobjovas – der die rechte Angriffsseite verstärken sollte.

Handicap des 1. Liga Teams war aber seit dem Trainingsstart Ende Mai die Kadergrösse. Zwar konnten mit Valentin Flückiger und Elias Rothlin eigene Spieler nachrücken, doch es durfte keine Verletzungen leiden, da man auch mit diesen Spielern über wenige Leute verfügte. Leider schlug die Verletzungshexe zu, bevor die Meisterschaft richtig gestartet werden konnte. Mit Trütsch, Frei, Flückiger und Sutter vielen gleich 4 Spieler für den Rest der Saison aus. Mühsam und schwierig gestalteten sich fortan die Trainingseinheiten. Zum Glück sah man das Resultatemässig selten auf dem Feld. Einzig die Niederlage in der Vorrunde gegen Dietikon-Urdorf war ein richtiger negativer Punkt. Das Team rangierte sich meistens in den ersten 5 der Tabelle. Mit Rang 4 wäre der Ligaerhalt bereits zur Saisonhälfte perfekt. Nach der dritten Niederlage (gegen Muri) kam die beste Phase der Saison, als Einsiedeln gleich sechs Mal am Stück siegreich bleiben konnte. Hochklassige Gegner wie Wohlen, Ami/GC sowie Uster (bestes Spiel des Jahres) wurden in die Schranken gewiesen. Der HCE profitierte in dieser Phase davon, dass Vorobjovas voll integriert werden konnte, da er in Wädenswil anscheinend nicht genügte, resp. diese sich nicht um den versprochenen Job kümmern wollten.

Erst TV Muri konnte den Schwyzer Schnellzug wieder stoppen. Mit einem äusserst schwachen Spiel gegen GC/Ami verspielte sich der HCE leider die Qualifikation für die Finalrunde und musste mit dem undankbaren fünften Platz vorlieb nehmen. Leider schien dem Team vor Weihnachten etwas der Atem auszugehen, was dann auch in drei Niederlagen resultierte.

 

In der Abstiegsrunde sollte man als 5. Platzierten eigentlich keine Probleme aufweisen. Da aber andere Mannschaften eher aufrüsteten wusste man nicht so recht wie man die Gruppe einstufen konnte. Eine Deckungsänderung wollte die Mannschaft dann nicht umsetzen und nach der Niederlage gegen den späteren Gruppensieger Frauenfeld stellte Trainer Betschart wieder auf die von seinen Leuten bevorzugte 6-0 um. 9 Punkte in 5 Spielen war dann schon mehr oder weniger die halbe Miete für den Ligaerhalt wobei die Siege nie glorreich zustande kamen. Da man dann eine Kanterniederlage gegen Frauenfeld einstecken musste, bibberte wohl doch noch der eine oder andere Anhänger des HCE. Vorderland und anschliessend Kadetten/Pfadi wurde ohne zu glänzen aber dennoch verdient bezwungen, was den direkten Ligaerhalt bedeutete – dies drei Runden vor Schluss. Was nachher folgte war mehr Pflicht als was anderes. Gewinnen hätte man zwar noch gerne wollen, doch mit nur 80-90% Einsatzwille holt man in der 1. Liga halt keine Lorbeeren. Vor allem dann nicht, wenn die Gegner noch auf Punkte angewiesen sind. Statt dem zweiten Platz in der Abstiegsrunde klassierte sich der HCE so "nur" auf Rang 3.

 

Erfreulich an der abgelaufenen Saison ist sicherlich die Entwicklung der verschiedenen Eigengewächsen sowie den jüngeren Spielern des HCE. Das Leistungsgefälle ist sicherlich kleiner geworden, auch wenn es immer noch bestehen bleibt. Grisanovs, Pleta und Vorobjovas erzielten zusammen über 500 Treffer. Das restliche Team kommt auf gerade mal gut 350. Dies kann auch ein Grund gewesen sein, dass Einsiedeln manchmal etwas einfach auszurechnen war. Allerdings sind die 3 sackschwachen Auftritte (Dietikon, GC/Ami, Frauenfeld) nicht nur auf den taktisch gut eingestellten Gegner zurück zu führen, sondern hatte auch mit dem Auftritt des 1. Liga Teams zu tun. Was Trainer Betschart in seiner Amtszeit bisher nicht gelang, ist eine stabile Abwehr mit der Mannschaft zu erarbeiten. Während der Angriff dank der baltischen Power meistens erfolgreich war, stand man hinten der eigenen Reputation unwürdig – sichtbar auch im Durchschnittswert der erhaltenen Tore. Dies wird eine der Baustellen für die kommende Meisterschaft sein.

 

Eine weiter sind die Abgänge der beiden Litauer Pleta und Vorobjovas. Beide werden dem HCE auf dem Feld schmerzlich fehlen. Die doch klar über 300 Tore müssen zuerst durch andere erzielt werden. Da man zudem noch zum Saisonstart der kommenden Saison noch nicht weiss wie das Team ergänzt werden wird/soll, blickt das Team in eine ungewisse Zukunft. Ein Coach, was der grösste Wunsch der Spieler und Trainer Betschart seit langem ist, muss auch noch gefunden werden. Quo vadis HCE – wohin gehst du HCE, das ist im Moment durchaus eine ernst gemeinte Frage.

 

Das Team möchte aber auf jeden Fall den restlichen Zuschauern, Sponsoren, Vereinsmitglieder, Unterstützer, Helfern und allen Interessierten für die Unterstützung danken. Ohne euch würde Handball in der 1. Liga erstens nicht möglich sein und zweitens keinen Spass machen.