Herren 1. Liga: Einsiedeln gewinnt Angriffsspektakel


Einsiedeln findet nach dem Debakel gegen Frauenfeld zurück auf die Erfolgsstrasse und besiegt im wichtigen Heimspiel den BSC Vorderland. In der torreichen Begegnung über-zeugen die Schwyzer vor allem im Angriff und werfen 44 Tore für den Sieg.

Die Partie Einsiedeln gegen Vorderland war für die Schwyzer eine immens wichtige Angelegenheit. Mit einem Sieg konnte man den Gegner einerseits in der Tabelle wieder überholen und andererseits musste das Team ja auch noch die Kanterniederlage gegen Frauenfeld aus den Köpfen spielen. Dass mit Daniel Varga eine wichtige Personalie nur im Notfall eingesetzt werden konnte, machte das Ganze auch nicht einfacher. Einsiedeln liess sich vom Druck der auf dem Team lastete zu Beginn des Spiels nichts anmerken. Mit gut vorgetragenen Angriffen erzielten sie schöne Treffer und konnten schnell in Führung gehen. Da man auch in der Verteidigung ansprechend stand, lagen die Gäste schnell im Hintertreffen. Da es dem Heimteam in der Folge aber nicht gelang gleich weiter zu spielen, holten die Gäste aus dem Appenzell wieder auf und konnten nach knapp 2/3 der ersten Hälfte wieder ausgleichen. Für eine Führung sollte es ihnen aber nicht reichen. Der HCE war weiterhin eher im Angriff als in der Verteidigung erfolgreich und so wurde auf beiden Seiten fast jeder Angriff mit einem Treffer abgeschlossen. Die beiden letzten Tore erzielten die Schwyzer und konnten doch noch mit einem Vorsprung in die Kabine. Zur Pause lautete das Skore bereits 20:18.

 

10 Minuten gut verteidigen reichte

Mit den 20 Treffern im Angriff konnte Einsiedeln natürlich mehr als zufrieden sein. Derart viele Treffer gelingen eher selten. Doch was das Heimteam in der Deckung zeigte, war der wichtigen Partie nicht würdig. Das Trainerduo Bingisser/Betschart entschied sich daher mit einer offensiveren Deckungsvariante die beiden Hauptakteure von Vorderland etwas aus dem Spiel zu nehmen. Diese Massnahme sollte schnell Wirkung zeigen, denn die Gäste brachten die ersten 10 Minuten nur zwei Treffer im Schwyzer Tor unter. Einsiedeln zog mit 27:20 davon. Dann war bereits die Partie gelaufen. Da Einsiedelns Torproduktion unter gütiger Hilfe der Gästeabwehr weiterhin vorzüglich funktionierte, musste das Team hinten nicht mehr leisten, um in der Spur zu bleiben. Zwar holten die Gäste noch einmal bis auf 4 Treffer auf, doch mehr als ein Strohfeuer war dies nicht. Einsiedeln korrigierte den Abstand postwendend und der Vorsprung pendelte sich bei 6-7 Treffer ein. Da beide Verteidigungsreihen einen schlechten Abend einzogen, kam ein doch eher seltenes 44:38 Endergebnis zu Stande – mehr als 80 Treffer in einem Spiel. Grisanovs war für den letzten beiden Tore des HCE's verantwortlich. Er führte sein Team mit 17 erfolgreichen Abschlüssen zum sehr wichtigen Heimsieg gegen Vorderland.

 

Ein Sieg für die Moral

Einsiedeln wollte die Schmach gegen Frauenfeld unbedingt mit einem Sieg gegen Vorderland vergessen machen. Dies gelang den Schwyzer dank einer vorzüglichen Angriffsleistung. Jeder eingesetzte Spieler half mit, um die Gäste aus dem Appenzellerland zu besiegen. Hätte man hinten noch besser gedeckt, wäre der Abend wohl noch ruhiger verlaufen. Die zwei Punkte sind für die Endabrechnung sehr wichtig. Spielt der HCE die Saison normal zu Ende, reicht es für den Ligaerhalt. Diesen möchte das Team so bald wie möglich klar machen. Nächsten Samstag trifft der HCE im letzten Auswärtsspiel auf die SG Kadetten/Pfadi Youngsters. Gegen dieses Team resultierte im Heimspiel nur ein Unentschieden. Können die Schwyzer diese Begegnung ebenfalls gewinnen, sollte der Ligaerhalt bereits mehr oder weniger unter Dach und Fach sein.

   

Telegramm

Handball 1. Liga:

HC Einsiedeln – BSC Vorderland 44:38 (20:18)

SR Eng Ronny, Fallegger Reto

Zuschauer: 50

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Carlo Beyer, Raphael Burkard, Janis Grisanovs (17/1), Manuel Horat (3), Skirmantas Pleta (9), Daniel Schmid (1), Michael Schmid (2), Manuel Kälin (2), Lukas Schönbächler, Daniel Varga, Edvinas Vorbojovas (8/1), Martin Betschart (2).