1. Liga Herren: Abwehrmängel doch noch behoben


Trotz einem guten Start musste der HC Einsiedeln doch mit einem Rückstand in die Pause. Die Deckung zeigte sich zu passiv was der Gegner gekonnt auszunutzen wusste. Eine Steigerung im zweiten Umgang verhinderte eine Niederlage.

Handball 1. Liga:

Pfader Neuhausen - HC Einsiedeln 31:34 (19:18)


Am Sonntagnachmittag reisten die Einsiedler Handballer zu einem schwierigen Auswärtsspiel ohne Rothlin und Beyer zu zwölft. Nach der längeren Anreise bei schönstem Sonnenschein, schienen die Schwyzer zwar gut aufgelegt, aber doch etwas verschlafen in Schaffhausen angekommen zu sein. Zum Glück spiegelte sich das zum Start der Partie nicht im Resultat nieder, da vor allem der Angriff wie schon eine Woche vorher sehr gut funktionierte. Nach dem 4:4 nach 4 Minuten ahnte man allerdings schon schlimmeres, da man in der Deckung noch ein wenig im Schlafmodus war. Ein gekonnter Zwischenspurt seitens der Gäste liess aber gutes hoffen, doch statt nach dem 4:8 weiter zu powern, war das schnelle und etwas aggressivere Spiel nur ein Strohfeuer. So konnte nach einem Viertel des Spiels das Ganze beim 10:10 wieder von vorne beginnen. Bis zur Pause blieb die Begegnung spannend, da sich keine der beiden Mannschaften abzusetzen vermochte. Neuhausens Galli (4 Treffer) und Vogelsanger (5) hielten ihre Farben im Spiel. Allerdings machte es ihnen Einsiedeln teilweise auch äusserst einfach. Die Gäste brachten es auch in verschiedenen Formationen nicht fertig, die oft gespielten 2 nacheinander ausgeführten Kreuzbewegungen nicht zu unterbinden. So mussten die Schwyzer kurz vor dem Pausenpfiff sogar das 19:18 hinnehmen und mit einem Rückstand in die Kabine. So war das definitiv nicht geplant. Die Deckung zeigte sich schwach und liess ganze 19 Treffer zu – fast so viel wie sonst in 3/4 eines Spiels.

 

Erhöhte Aggressivität war der Schlüssel zum Erfolg

Trainer Betschart sah dringenden Handlungsbedarf und stellte in der Verteidigung das System um. Da sich nun im Angriff mehr Fehler einschlichen, zeigte sich die etwas stabilere Deckung noch nicht im Resultat. Nach 45 Spielminuten beim 26:26 noch alles offen und es schien sich ein spannendes Finale zu entwickeln. Endlich fruchtete dann aber die verbesserte Deckungsarbeit. Trotz teilweiser Unterzahl gelang es den Gästen sich mit 4 Toren abzusetzen. Pfader Neuhausen versuchte in dieser Phase mit Manndeckungen auf bis zu drei Einsiedler Spieler. Die Klosterdörfler fanden aber immer wieder Lücken oder Lösungen für die ihnen gestellten Aufgaben und man hätte den Sack definitiv früher zumachen können, hätte man alle Topchancen kaltschnäuzig verwertet. Aggressiv und kämpfend zwang Einsiedeln das Heimteam im zweiten Umgang zu Würfen, die Hüter Ulrich oft zu greifen bekam. Den Vorsprung brachte der HCE zum Schluss clever über die Runden, ohne nochmals ernsthaft unter Druck zu kommen. Verdient gewannen die Schwyzer etwas knapp mit 31:34. Und geniesst dank dem Erfolg einen freien Montagabend.

 

Zuschauen hilft nicht viel

Da Einsiedeln in der ersten Hälfte oft an der 6-Meter zu kleben schien und die Gäste nur versuchte zu blocken, war es lange nicht möglich, sich vom Gegner zu distanzieren. 19mal traf das Heimteam ins Schwarze, teilweise ohne grosse Gegenwehr des HCE. Pfader bewegte sich gut und lief immer wieder in die Lücken der Einsiedler. Dass man das Ding doch noch drehen konnte, lag auch daran, dass Neuhausers Skorer der 1. Hälfte dank der Arbeit der Schwyzer blass blieben. Galli kam mit der offensiveren Deckungsarbeit gar nicht klar und konnte keinen Treffer mehr auf sein Konto buchen. Im Nachhinein hätte die Umstellung durchaus schon früher erfolgen sollen. Was aber schlussendlich zählt sind die zwei zusätzlichen Punkte auf dem Konto. Dank des Erfolges liegt der HCE nun 4 Punkte vor der Abstiegsbedrohten Positionen und liegt auf dem guten zweiten Rang. Nächsten Samstag folgt ein weiteres Auswärtsspiel. Volketswil, mit bisher 1 Punkt auf dem Konto, muss wohl mindestens bereits mit den Barrage-Spielen und sind gegen Einsiedeln nur Aussenseiter. Diese wollen auch die vierte Begegnung gegen die Zürcher gewinnen. Doch aufgepasst – alle Begegnungen endeten bisher knapp.

 

Telegramm

Handball 1. Liga:

Pfader Neuhausen - HC Einsiedeln 31:34 (19:18)

SR Eberhard Cyrill, Lanz Kevin

Zuschauer: 50

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Janis Grisanovs (10/1), Manuel Horat (3), Skirmantas Pleta (5), Daniel Schmid, Michael Schmid, Manuel Kälin (1), Lukas Schönbächler, Daniel Varga (4), Edvinas Vorbojovas (8), Martin Betschart (3).