Damen 1. Liga Finalrunde: Meisterinnen des Verwaltens


HC Einsiedeln - HC Arbon 32:31 (17:12) Der HCE-Schnellzug gewinnt auch das zweite Finalrundenspiel. Auf dem Weg zu diesem Erfolg zeigte man eindrücklich, welche spielerische Klasse man in die Waagschale werfen kann, sofern man einen guten Tag einzieht. Diese Leistung über 55 Minuten reichte aus, um auch den HC Arbon zu bezwingen. Es zeigte zudem deutlich auf, was eigentlich möglich wäre in dieser Finalrunde.

Die Einsiedlerinnen starteten relativ unglücklich in die Partie. Mehrere Aluminiumtreffer verunmöglichten eine deutlichere Führung. Doch auch der HC Arbon nahm seine Chancen nicht wahr, was wohl eine ausgleichende Wirkung hatte. Im Anschluss zeigte allerdings der HCE eine enorm schnelles Umschaltspiel, welchem der HC Arbon über die ganze Spielzeit nie gewachsen war. Immer wieder verstand es der HCE geschickt, das Rückzugsverhalten des HC Arbon auszunutzen. Zur Pause lag man komfortabel mit fünf Toren in Führung. Man konnte sich gar den Luxus leisten, Simone Trütsch die ganze Halbzeit nicht auf dem Platz zu haben. Positiv war auch, wie man im rechten Rückraum die gesundheitliche Absenz von Jolanda Zeugin auffing. Janine Baumgartner und Karin Huser teilten sich diese nicht ganz einfache Aufgabe.
Auch die zweite Halbzeit war gleichermassen aufgestellt. Der HCE nutzte jede erdenkliche Möglichkeit, um ein schnelles Tor zu erzielen. Die Arbonnerinnen hatte derweil Mühe ins Spiel zu finden und scheiterten zu oft am Deckungsriegel des HCE. Es war jene Phase des Spiels, in welcher der HCE das Spiel entschied. Bis auf acht Tore ging man vom Gegner weg. Spielen und spielen lassen schien das Motto zu sein. Der HC Arbon versuchte inzwischen mit einer Manndeckung auf Jacqueline Hasler-Petrig und Corina Bösch, das Spiel an sich zu reissen, was allerdings ebenfalls nicht gelang. Die Einsiedlerinnen schalteten und walteten wie es ihnen gefiel. Rund sechs Minuten vor Schlag lag man mit sechs Toren im Vorsprung und fing nun an zu hadern. Im Angriff warf man gleich reihenweise Bälle dem Gegner in die Arme, was dieser nutzte, um schnelle Abschlüsse zu generieren. Diese fanden den Weg ins Tor, und der Vorsprung schmolz. Es war schlussendlich eigenes Unvermögen, welches dem Gegner noch so viel zuliess. Der HCE war übers ganze Spiel gesehen die spielerisch bessere Mannschaft und hatte mit Jacqueline Hasler-Petrig die alles dominierende Persönlichkeit auf dem Platz, welche nie kontrolliert werden konnte.

Der Sieg war hochverdient und zeigte auf dass man selbst mit mehreren Absenzen ein Spiel gewinnen kann. Bereits in den kommenden Wochen wird sich dies aber ändern, da man vermehrt auf mehrere Spielerinnen verzichten muss. Es war nun zum Start der Finalrunde ganz einfach ein Zeichen an die Konkurrenz, zu was man fähig ist, wenn man über einen mehr oder weniger anständigen Personalbestand verfügt. Immerhin hat man nun die bereits die beiden aktuell Erstplatzierten besiegt.

HC Einsiedeln: Stefanie Horat, Marija Lilic; Janine Baumgartner, Corina Birchler, Kathrin Füchslin, Jacqueline Hasler-Petrig, Karin Huser, Martina Lütscher, Heike Maurer, Vreni Pfyl, Gianna Ribbers, Nadine Schnellmann, Simone Trütsch

Bemerkungen: HCE ohne Angela Villiger, Patricia Ruhstaller, Jolanda Zeugin, Nada Schweyer, Saskia Ochsner, Laura Vechiu

Foto: Jacqueline Hasler-Petrig war am Samstag nicht zu bremsen und zeigte eine starke Performance