Herren 1. Liga: Torreiches Spiel siegreich gestaltet


Gegen die BSG Vorderland überzeugte der HCE eher im Angriff als in der Verteidigung. Sie gewannen das Torreiche Spiel schlussendlich verdient, wenn auch zu knapp. Einsiedeln machte sich das Leben dabei oft selber schwer.

Da sich Einsiedeln unbedingt einen der ersten 4 Ränge in der Abstiegsrunde sichern will, war Auswärts bei Vorderland ein Sieg Pflicht. Auf die Appenzeller sind die Schwyzer bisher noch nie getroffen, daher wusste man auch nicht allzu viel über den Gegner vom vergangenen Samstag. Doch da das Heimteam in der Qualifikation viel weniger Punkte als der HCE geholt hat, waren die Gäste in Heiden zu favorisieren. Dies war allerdings zum Start gar nicht ersichtlich. Das Heimteam kam um einiges besser in die Gänge als die Klosterdörfler. Nach der anfänglichen 2:3 Führung durch Varga stellte Einsiedeln das verteidigen mehr oder weniger ein. Vorderland zog so bis zum 7:4 davon und Trainer Betschart sah sich bereits nach 7 Minuten gezwungen sein erstes Time-Out zu nehmen. Dies kam wohl genau zum richtigen Zeitpunkt. Bereits knapp 3 Minuten später war der Spielstand wieder ausgeglichen. Während den nächsten 10 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften und das Skore blieb ausgeglichen. Es folgte in der Folge die stärkste Phase der Einsiedler. Vom 13:13 zogen sie bis zum 13:18 davon. Die letzen Zeigerumdrehungen vor der Pause waren dann wieder ausgeglichen, so dass der HCE mit einer 16:20 Führung in die Garderobe konnte.

 

Grosschancen vergeben und so fast ins Verderben gelaufen

Mit 20 Toren in 30 Minuten hat man eigentlich nicht viel falsch gemacht. Doch da Einsiedeln auch deren 16 erhielt, lag man nach der 1. Halbzeit nur mit 4 Toren vorne. Es war dann auch das Ziel sich Hinten zu stabilisieren. Den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel gehörte Einsiedeln. Doch Vorderland liess sich nicht abschütteln und blieb hartnäckig. Nach gut einer Viertelstunde lagen die Gäste immer noch mit 4-5 Toren vorne. Das Heimteam stellte nach einem Time-Out die Deckung um und versuchte es mit einer Manndeckung zuerst auf Pleta und später auch noch auf Varga. Doch das brachte zuerst nicht die erhoffte Wirkung. Erst drei Strafen innert 4 Minuten brachte die Appenzeller wieder näher ran. Die Manndeckung brachte für die anderen Spieler viel Platz den man oft gut auszunutzen wusste. Doch statt die freien Möglichkeiten einzunetzen, versemmelte man diese unnötig und machte das Finish deswegen noch äusserst spannend. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Vorderlands Bernet den Anschlusstreffer. Einsiedelns Time-Out brachte wieder etwas Ruhe ins Spiel obwohl es hinten nicht mehr gelang, den Gegner fest zu machen. Im Angriff bewegte sich der HCE wieder etwas besser und hatte auch etwas Glück da das Heimteam einmal nur den Pfosten traf und einen weiteren Ball vertändelte. Vorobjovas packte mit einem Doppelpack den Deckel auf die Pfanne und sicherte seinem Team die erhoffen Punkte. Knapp aber eben doch verdient konnte Einsiedeln nach 60 Minuten mit einem 33:36 die Heimreise antreten.

 

Sich weiter verbessern ist das Ziel

Die beiden Punkte sind auch klar das Beste aus der Partie. Doch einige Erkenntnisse gibt es auch aus dieser Begegnung mitzunehmen. Die 6:0 Verteidigung darf in Zukunft wahrlich etwas mehr zupacken und vorne sollte man die Dinger einfach rein machen. Vorderland war wie erwartet eine schwere Knacknuss, die man aber mit ein bisschen mehr Konsequenz durchaus früher hätte knacken müssen. Der Sieg war schlussendlich aber verdient und bringt Einsiedeln nun wieder in die vorderen Ränge. Am nächsten Samstag trifft der HCE zu Hause auf die SG Kadetten/Pfadi Youngsters. Die Schaffhauser können aus einem Topf von fast 30 Spielern auswählen was sie dementsprechend schwierig aus zu rechnen macht. Einsiedeln will zu Hause die nächsten Punkte holen und sind für jeden Zuschauer dankbar. Die Begegnung startet um 17:30 im Einsiedler Brühl.

 

Zum Foto (Urs Sigg):

Einsiedelns Topskorer gelangen 8 Treffer

 

Telegramm

Handball 1. Liga:

BSG Vorderland 1 - HC Einsiedeln 33:36 (16:20)

SR Bitici Elvis, Brülisauer Sandro

Zuschauer: 150

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Carlo Beyer, Janis Grisanovs (8/1), Skirmantas Pleta (7/1), Daniel Schmid (3), Michael Schmid (1), Manuel Horat (2), Manuel Kälin (1), Lukas Schönbächler, Daniel Varga (4), Edvinas Vorbojovas (4), Martin Betschart (6).