Damen Finalrunde 1. Liga: Unnötiges Zittern zum Sieg


HC Einsiedeln - ATV/KV Basel 18:17 (9:8) Der Auftakt in die Finalrunde ist den 1. Liga Damen resultatmässig geglückt. Die Zutaten zum Sieg waren allerdings eher mühselig und am Schluss mit Zittern verbunden. Der Verlauf des Spiels war unnötig spannend, und legt dem HCE kein überaus gutes Zeugnis aus. Was zählt sind aber die Punkte. Link zu den Fotos von Urs Sigg: https://nis.nikonimagespace.com/html/guest/de/index.html?g=oYAOielKslKlN0EkMxqn0jCBUaEH1HBQtseXIsavAPUwmQfhunsGSHfAKn_Gi6LyzjbABoKhfKKWV5t67iR8Mw&r=0#grid

Die Einsiedlerinnen kannten den Gegner nicht. Hinzu kam die kurzfristige Krankheits-Absenz von Jolanda Zeugin, welche zuletzt spielerisch überzeugte. Und doch verstand man es, in der Startphase früh in Führung zu gehen, und das entsprechende Selbstvertrauen aufzubauen. Anhand der bisherigen Resultate der beiden Teams war früh klar, dass die Baslerinnen über Qualitäten in der Deckung verfügen und im Angriff eher mit Schwächephasen zu kämpfen hatten. Dies zeigte sich schon sehr früh. Auf der einen Seite der HCE, welcher mit seinem Tempospiel laufend versuchte Nadelstiche zu setzen, und damit sein mangelhaftes Training zu vertuschen versuchte. Bis Mitte der ersten Halbzeit gelang dies. Danach bekam der HCE Mühe. Die eigenen Keyplayer zogen eher einen schwachen Abend ein, was sich an der Wurfquote und den nicht genutzten, offenen Abschlüssen zeigte. So kam es, dass man für kurze Zeit gar einem kleinen Rückstand nachrennen musste. Da man aber in der Verteidigung mehrheitlich seine Frau stellte, ging man mit einem Ein-Tore-Vorsprung in die Pause. Man war sich einig, dass man definitiv zu wenig deutlich in Führung lag.

Auch der zweite Start gelang dann allerdings. Die Tore fielen etwas einfacher und man konnte sich mit vier Toren absetzen. Wer nun dachte, dass dies die Entscheidung war, der wurde eines besseren belehrt. Man fiel wiederum in alte Muster zurück, fiel zu oft die falsche Entscheidung, und sündigte weiter munter im Angriff. Die gegnerische Torhüterin durfte sich etliche Male auszeichnen, was ihr am Schluss das Prädikat „beste Spielerin“ eintrug. Sie kam am Schluss auf stolze 60% Abwehrquote, was selbst für Frauenhandball mehr als überdurchschnittlich ist. Der HCE knorzte sich nun von Angriff zu Angriff. Die Baslerinnen versuchten nun offensiver zu decken, was im Nachhinein für den HCE ein Glücksfall war. Man konnte im Angriff das Personal wechseln und den offenen Platz besser nutzen. Immerhin taktisch konnte man überzeugen. Doch weiterhin liess man viel zu viele Chancen liegen, so dass ein enges Ende immer näher kam. Der HCE war nun deutlich gehemmter als über einen Grossteil des Spiels, was es dem Gegner ermöglichte bis auf ein Tor aufzuschliessen. Zu mehr reichte es den Baslerinnen aber nicht mehr. Der HCE feierte am Schluss einen Sieg, der nicht unverdient war, aber deutlich zeigte, dass man einen grossen Trainingsrückstand hat, welcher hoffentlich, wie üblich, in den kommenden Wochen noch aufgeholt werden kann. Das Fazit ist eindeutig. Die Baslerinnen standen in ihrer Gruppe auf Platz 1. Was doch einiges aussagt, über die Stärkeverhältnisse. Am kommenden Samstag wird mit dem HC Arbon wohl ein stärkerer Gast in Einsiedeln auflaufen. Bis dahin muss zwingend noch im Training an den spielerischen Elementen gearbeitet werden. Sonst droht ein Absturz.

HC Einsiedeln: Stefanie Horat, Marija Lilic; Gianna Ribbers, Vreni Pfyl, Martina Lütscher, Patricia Ruhstaller, Karin Huser, Kathrin Füchslin, Jacqueline Hasler-Petrig, Heike Maurer, Saskia Ochsner, Nadine Schnellmann, Corina Birchler, Simone Trütsch

Bemerkungen: HCE ohne Jolanda Zeugin (krank), Nada Schweyer (verletzt), Laura Vechiu (verletzt), Angela Villiger (abwesend), Janine Baumgartner (abwesend)