Herren 1. Liga: Mit schwacher Darbietung Finalrunde vergeigt


Der HC Einsiedeln unterliegt zuerst gegen ein starkes GC Amicitia kläglich und konnte anschliessend mit einem reduzierten Team gegen Uster zumindest wieder eine gute Leistung abliefern. Die Quali für die Finalrunde haben sie aber im Spiel gegen die Stadtzürcher vergeigt.

GC Amicitia Zürich – HC Einsiedeln 39:20 (19:14)

TV Uster – HC Einsiedeln 33:30 (17:14)



Die Enttäuschung nach dem letzten Heimspiel und der Niederlage gegen den TV Muri war gross. Ein Sieg in diesem Spiel hätte die Schwyzer schon sehr nahe an die Finalrunde gebracht. Daher war die Ausgangslage für die letzten beiden Spiele klar. Es wären noch drei Punkte nötig gewesen, um die Quali aus eigenen Händen zu schaffen. Guten Mutes ging es zuerst ans Spiel gegen GC Amicitia. Die Stadtzürcher konnten die Einsiedler gute zwei Wochen vorher zu Hause bezwingen. Der Start der Partie verlief noch ausgeglichen. GC legte zwar immer vor, doch die Gäste liessen sich nicht abschütteln. Das Hauptproblem war aber schon von Anfang an die Deckung des HCE. Nach 9 Minuten und dem 7:6 zogen die Zürcher zum ersten Mal davon. Einsiedeln kämpfte sich nach dem 12:9 wieder zurück und schaffte den Anschlusstreffer durch Horat zum 13:12. Dann sollte aber nochmals eine Schwächephase der Schwyzer kommen, welche der Gegner rigoros ausnutzen konnte und den Abstand bis zur Pause auf bis zu 5 Treffer vergrösserte. Es stand damals 19:14 für GC/Ami.

 

Löchriger als ein Schweizer Käse

Das Geschehen der 2. Hälfte ist schnell erzählt. Einsiedeln verschlief den Start in den zweiten Umgang vollkommen und ging mehr oder weniger kampflos unter. Nicht mehr gelang während auf der Gegenseite alles zu passen schien. Nach acht Minuten in der 2. Hälfte stand es bereits 24:15 und die Partie war gelaufen. Bei den Gästen vermisste man Kampf und Einsatzwille. Das Team ergab sich seinem Schicksal und hatte schlussendlich nicht den Hauch einer Chance. Man lies sich vom Gegner regelrecht abschlachten und verlor das Spiel mit sang- und klanglos 39:20. Einsiedeln zog genau am blödesten Zeitpunkt den schlechtesten Tag der Saison ein.

 

Gegen Uster wäre ein kleines Wunder nötig gewesen

Rein theoretisch wäre die Qualifikation nach dem Spiel gegen GC Amicitia immer noch möglich gewesen. Dazu hätte es aber einen Kantersieg mit mindestens 16 Toren Unterschied benötigt. Wahrlich eine Weltreise. Da Einsiedeln zusätzlich auf Grisanovs verzichten musste, verschlimmerte sich die Ausgangslage zusätzlich. So probierte Trainer Betschart mit einem Deckungswechsel den Gegner zu überraschen. Das gelang zu Spielbeginn ziemlich gut. Einsiedeln lag oft in Führung und zeigte nach dem schwachen Auftritt zwei Tage zuvor eine gute Leistung. Nach einem Viertel des Spiels lag der HCE mit 7:9 vorne. Der HCE spielte konzentriert und geduldig und kam so immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Nach gut 20 Minuten und einer doppelten Unterzahl kam die erste Wende der Partie. Uster zog unaufhaltsam davon und war hauptsächlich mit schnellen Gegenstössen erfolgreich. 3 Minuten vor der Pause lag Uster nach starkem Spiel so mit 17:10 vorne. Die letzten Spielminuten vor dem Seitenwechsel gehörten aber den Gästen. Mit drei Kontern verkürzten sie noch vor der Pause zum 17:14.

Die zweiten 30 Minuten verliefen dann lange ausgeglichen. Uster hielt den Abstand und es entwickelte sich ein gutes Spiel auf beiden Seiten. Bei Einsiedeln gelang vor allem Aussenspieler Horat eine gute Partie (6 Tore). Ebenfalls er war es, der in der 53. Minute den Ausgleich gelang. Es stand kurz vor Schluss also 29:29, eine spannende Schlussphase war garantiert. Leider misslang den Schwyzern das Finale, so dass das Heimteam schlussendlich doch noch gewann.

 

Nach vorne schauen

Rückblickend kann der HC Einsiedeln über seine Qualifikationsrunde mehrheitlich zufrieden sein. Das Spiel gegen den HC Dietikon-Urdorf war schlecht, und genau diese 2 Punkte fehlen nun in der Schlussabrechnung. Bis auf den TV Muri haben die Schwyzer zudem auch gegen jede Mannschaft gewonnen. Besonders erfolgreich war die Phase ab Ende Oktober, als die Schwyzer 6 Spiele in Serie siegreich blieben. Gegen Muri und GC/Ami vermisste man allerdings den kühlen Kopf und die Kampfeskraft, so dass Einsiedeln als das fünfte Spitzenteam nun in den sauren Apfel Namens Abstiegsrunde beissen muss.

Nun gilt es sich einen Monat lang gut auf die Abstiegsrunde vorzubereiten. Einsiedeln wird es mit den Teams aus Gruppe 1 zu tun bekommen. Es sind dies Kadetten/Pfadi, Vorderland, Frauenfeld und Neuhausen. Vor allem Frauenfeld und Neuhausen werden schwer zu knacken sein. Diese vier Teams und Dietikon-Urdorf, Volketswil und Lägern Wettingen werden ab dem 21. Januar um Punkte kämpfen. Rang 1-4 bedeuten direkten Ligaerhalt. Rang 5 und 6 müssen Ende Saison noch zu zwei Spielen gegen die Teams der anderen Abstiegsrundengruppe antreten. Das letzte Auftreten der Schwyzer gegen Uster lässt Gutes für die zweite Saisonhälfte hoffen. Zu stabilisieren gilt es in erste Linie die Defensive. Die war oft der Hauptgrund für die schwächeren Resultate. Können sie diese verbessern, dann sollte das Team bis zum 29. April die notwenigen Punkte einspielen damit die Liga direkt gehalten werden kann.

 

Telegramme

Handball 1. Liga:

GC Amicitia Zürich – HC Einsiedeln 39:20 (19:14)

SR Hug, Tschanz

Zuschauer: 55

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Janis Grisanovs (1), Skirmantas Pleta (6/2), Daniel Schmid (4), Michael Schmid, Manuel Horat (1), Lukas Schönbächler, Daniel Varga, Raphael Burkard, Edvinas Vorbojovas (3), Martin Betschart (5).

 

TV Uster – HC Einsiedeln 33:30 (17:14)

SR Haldemann, Neumann

Zuschauer: 130

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Skirmantas Pleta (8/3), Daniel Schmid (4), Manuel Kälin, Carlo Beyer (1), Michael Schmid, Manuel Horat (6), Daniel Varga (3), Edvinas Vorbojovas (3), Martin Betschart (5).