1. Liga Herren: Ein schwacher Tag zur falschen Zeit


Der TV Muri liegt dem HC Einsiedeln wiederum nicht. Gegen die laufstarken Aargauer kassieren die Schwyzer die zweite Heimniederlage. Mit dieser Niederlage rutscht der HCE wieder unter den Strich.

Nach der klaren Niederlage im Hinspiel wollte Einsiedeln nach den zuletzt guten Resultaten natürlich selber einen Sieg gegen den TV Muri landen. Vor dem letzten Heimspiel lagen die beiden Kontrahenten mit 16 Punkten gleichauf. Vor der Begegnung war bereits klar, dass der Sieger über dem Strich bleiben wird, während der Verlierer wieder unter diesen fallen würde. Ein äusserst spannende Ausgangslage für beide Mannschaften, denn für beide war verlieren verboten angesagt. Der Start war auf beiden Seiten verhalten. Das erste Tor fiel so erst nach drei Minuten Spielzeit. Jan Heusi legte für die Gäste vor. Der Ausgleich durch Grisanovs folgte postwendend. Dann kam bereits eine erste Schwächephase der Schwyzer wo man dem Gegner hinten zu viel Platz und vorne zu wenig konzentriert agierte. So lagen Muri nach 5 Minuten bedrohlich mit 1:4 in Führung. Einsiedeln kam dann aber besser in die Partie und ging nach 10 Minuten seinerseits zum ersten Mal in Führung. Die nächsten 10 Minuten verlief das Spiel ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Einsiedeln vergab in dieser Phase leider einige gute Möglichkeiten zu leichtsinnig, so dass sie sich nicht absetzen konnten. Am Ende des ersten Umgangs zeichnete sich Gästehüter Wipf einige Male stark aus und ermöglichte so seinen Vorderleuten, dass diese mit einer Führung in die Pause gehen konnten. Die Seiten wurden beim Stand von 14:15 gewechselt. Noch war nichts verloren.

 

Am eigenen Unvermögen gescheitert

Vor der Pause fielen mit 15 Gegentreffern natürlich einige zu viel. Muri ist für sein schnelles und schnörkelloses Spiel bekannt. Leider klappte das Unterbinden nicht so, wie man sich das vorgenommen oder besprochen hatte. Dies wollte man natürlich in der zweiten Hälfte besser machen. Doch statt konzentriert und gezielt seine Angriffe vorzutragen, schlossen die Einsiedler die Angriffe nun zu überhastet ab. So gelang es Gästen zum ersten Male entscheidend davon zu ziehen. Muri schaffte es innerhalb 5 Minuten mit sechs Treffern Abstand davon zu ziehen. Einsiedeln verkürzte den Rückstand zwar schnell wieder auf vier Längen, doch eine Gegenstoss Chance blieb ungenutzt und statt auf drei zu verkürzen, gelang den Gästen das nächste Tor. Diverse Umstellungen von Einsiedeln fruchteten nicht, denn zu oft lies man dem Gegner zu viel Platz, so dass diese immer wieder zu einfachen Toren kamen. Da Einsiedeln auch noch viele gute Möglichkeiten liegen liess, kamen sie einfach nicht näher. Nicht weniger als 4 Penatlies fanden den Weg ins Ziel nicht, aber auch aus anderen guten Abschlusspositionen wurde verworfen. Die starken Gäste spielten währenddessen ihren Stiefel gekonnt runter und liessen sich durch nichts aus dem Konzept bringen. Da sie in der Abwehr um einiges entschlossener zugriffen gelangen den Schwyzern selten einfache Tore.  Bezeichnend für das Spiel war der vergebene 7-Meter nach Ablauf der regulären Spielzeit. Muri gewann das erste Finalspiel verdient und diskussionslos mit 33:37.

 

Nie die richtige Betriebstemperatur erreicht

Nach der Niederlage war die Enttäuschung natürlich riesig. Doch der Misserfolg ist noch kein Genickbruch, denn die Ausgangslage bleibt fast die gleiche. Es braucht weiterhin noch 3 Punkte, um die Finalrunde zu erreichen. Das ist das Positive. Was bleibt ist die Enttäuschung über das eigene Auftreten. Muri verstand es, das Heimteam nie auf Betriebstemperatur kommen zu lassen. Ihre immer wieder gezielten Nadelstiche gegen die schwächelnde Abwehr des HCE führte zur vierten Niederlage der Einsiedler. 37 Gegentreffer in einem Heimspiel waren definitiv zu viel des Schlechten, denn so lies sich leider kein Blumentopf gewinnen. Nun gilt es aber vorwärts zu schauen. Bereits nächsten Freitag geht es zum schwierigen Auswärtsspiel nach Zürich. Dort werden sie auf das erstarkte Amicitia / GC treffen, jenes Team, dass man knapp in der eigenen Halle besiegen konnte. Ein Sieg der Schwyzer ist Pflicht, sonst ist würde nur noch ein hoher Sieg gegen Uster die Qualifikation für die Finalrunde retten.

 

 

Zum Foto (Urs Sigg):

Selten kam Einsiedeln so frei zum Abschluss wie hier Daniel Varga

 

Telegramm

Handball 1. Liga:

HC Einsiedeln – TV Muri 33:37 (14:15)

SR Rottmeier, Staunovo

Zuschauer: 111

 

Einsiedeln mit:

Theo Ulrich, Roman Achermann

Janis Grisanovs (14/2), Skirmantas Pleta (7/1), Daniel Schmid, Michael Schmid, Manuel Horat, Lukas Schönbächler (1), Daniel Varga (3), Raphael Burkard, Edvinas Vorbojovas (5), Martin Betschart (3).