Damen: Glanzloser Kampfsieg in Willisau


1. Liga: STV Willisau - HC Einsiedeln 24:29 (8:13) Ein Mittwochspiel in Willisau ist wirklich nicht die idealste Vorstellung, um sich optimal auf ein Spiel vorzubereiten. Entsprechend war auch das angenommene Verkehrschaos um Luzern. Die Anreisezeit von über 90 Minuten liess wenig Gutes erahnen für dieses doch so wichtige Spiel. Doch die Damen straften der Vorahnung Lügen. Mit einer einmal mehr kämpferisch einwandfreien Leistung gelang ein eminent wichtiger Sieg, welcher das Tor zur Finalrunde weit öffnet. Für die Willisauerinnen war es die erste Heimniederlage der Saison.

Der HCE war zum Start parat. Die Willisauerinnen machten den gleichen Fehler wie elf Tage vorher und waren mental und körperlich noch nicht auf dem Platz. Die Einsiedlerinnen standen in der Deckung konsequent und gut, was einfache Gegenstösse zur Folge hatte. Die Luzernerinnen hatten wohl bereits zu diesem Zeitpunkt kein gutes Gefühl, mussten sie doch dieses Spiel unbedingt gewinnen. Der HCE zog im Angriff sein Spiel auf, und macht sehr einfache Tore ohne grossen Aufwand. In der Verteidigung liess man sehr wenig anbrennen, und was aufs Tor kam, wurde von Stefanie Horat grösstenteils entschärft. Für einen Siebenmeter liess sich auch Eniko Dobos nicht zweimal bitten und nahm dem Gegner ein Tor weg. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich an, ohne dass der Gegner ein Mittel dagegen fand. Zur Pause konnte man ohne zu glänzen einen Vorsprung von fünf Toren geniessen.

Mit Geniessen war dann aber bald wieder fertig. Zur zweiten Halbzeit stockte dann langsam der HCE-Motor. Man liess nun viel zu viele Chancen aus, und der Gegner roch den Braten, doch noch eine Chance auf den Sieg zu erhalten. Das Glück bei den Abprallern lag nun vornehmlich beim STV Willisau, welche diese Chancen auch nutzte, und bis auf zwei Tore an den HCE rankam. Der Spielstand von 22:24 für den HCE blieb dann lange bestehen. Die Luzernerinnen versuchten alles, um diesen Rückstand aufzuholen, scheiterten aber immer wieder am Einsiedler Hüter Horat oder am eigenen Unvermögen. Der HCE liess ebenfalls im Angriff einige Hochprozenter aus, und man bemerkte auf HCE-Seite, dass die Augen vermehrt richtig Anzeigetafel ging. Meistens ist dies kein gutes Zeichen. Der HCE erkämpfte sich aber schlussendlich völlig verdient zwei Punkte und steht nun auf Platz Zwei. Vier Verlustpunkte Vorsprung und drei Spiele vor Schluss. Der HCE tut allerdings gut daran, diese Leistung auch richtig einzuordnen. Es war eines der schwächeren Spiele, welches auch gewonnen wurde, weil der Gegner ebenfalls keinen Glanztag einzog. Was aber zählt sind die Punkte. Und diese werden, bei anständigen kommenden Leistungen, Gold wert sein.

Die Kräfte schwanden beim HCE in der Schlussphase merklich. Ob es das lange Warten auf den Schlusspfiff war, oder aber doch die Absenzen beim HCE? Es war wohl eine Mischung von beidem. Am Schluss soll und darf man hier den Deckel draufmachen und sich an einer kämpferisch guten Deckungsarbeit erfreuen. Der Angriff war für einmal spielerisch nicht auf der Höhe und stockte zu viel. Es ist aber ein gutes Zeichen, dass es trotzdem gereicht hat. Gleiche Leistungen in den kommenden Spielen, werden dem HCE sicher die Chance auf weitere Punkte geben. Bereits am kommenden Sonntag reist man zum HR Hochdorf. Mit mindestens einem Punktgewinn würde man sich die Chance geben, am Samstag darauf in den eigenen vier Wänden die grossartige Überraschung mit dem Einzug in die Finalrunde zu schaffen. Es wäre eine tolle Leistung, welche sich das Team verdient hätte. Dies sollte für alle genügend Ansporn sein, wieder alle Energie aufzuwenden.

HC Einsiedeln: Stefanie Horat, Eniko Dobos; Patricia Ruhstaller, Corina Birchler, Gianna Ribbers, Vreni Pfyl, Kathrin Füchslin, Angela Villiger, Jolanda Schädler, Heike Maurer, Martina Lütscher, Simone Trütsch, Nadine Schnellmann, Jacqueline Hasler-Petrig

Bemerkungen: HCE ohne Nada Schweyer (verletzt), Laura Vechiu (verletzt), Janine Baumgartner (abwesend), Karin Huser (abwesend)