Damen 1. Liga: Derbysieg zur Heimspielpremiere in Einsiedeln


HC Einsiedeln – SG Mythen-Shooters/Muotathal 32:22 (15:7) Das Klosterdorf wartete gespannt auf den ersten Auftritt ihres Heimteams. Eine volle Halle, auch viele Zuschauer aus dem Talkessel und dem Muotathal, erbrachten einen würdigen Rahmen für dieses historische Premieren-Spiel im 1. Liga Damen Handball in Einsiedeln. Der HCE liess sich nicht lumpen und zauberte eine starke Leistung auf den Hallenboden. Ein nie gefährdeter und klarer Sieg zeigte, dass die Damen allmählich in der 1. Liga angekommen sind.

Cheftrainer Thomas Kälin zauberte wiederum eine andere Formation aus dem Hut, im Gegensatz zum Auftritt am Mittwoch im Cup. Doch auch auf der Gegenseite waren erstmals in dieser Saison neue Gesichter dabei. Mit Corinne Weber, der Wurfmaschine im Rückraum, und der nominellen Nummer 1 im Tor, Eliane Föhn, standen arrivierte Kräfte auf dem Platz. Ein Zeichen dafür, dass die Shooters auf in Einsiedeln punkten wollten. Doch der HCE durchkreuzte diese Pläne mit Vehemenz. Die Verteidigung stand gewohnt sicher und liess nur sehr wenig zu. Was aufs Tor kam, wurde von Eniko Dobos mehrheitlich entschärft und liess dem Gegner nur wenig Optionen zum Torerfolg. Der HCE seinerseits liess seine Muskeln spielen und zeigte eine mannschaftliche Geschlossenheit, welche auf jeder Position Torgefahr produzierte. Schön herausgespielte Tore, in Kombination mit mehreren Gegenstössen, durch die beiden Powerflügel Simone Trütsch und Nadine Schnellmann, waren die Folge und liessen auf der Anzeigetafel schon früh einen klaren Vorsprung erkennen. Zur Pause stand ein verdienter 15:7 Vorsprung.

In der vergangenen Saison waren solche Vorsprünge jeweils die Entscheidung. In der aktuellen Saison haben die Damen die Erfahrung gemacht, dass dies noch nicht reicht. Doch inzwischen hat man auch dies im Griff. Man startete wiederum konzentriert und nahm etwas weniger Risiko beim schnellen Umschalten. Es gelang, immer wieder zwischendurch ein einfaches Tor über den Gegenstoss zu erzielen, was Luft gab. Die Shooters liessen lange nicht locker, waren aber auf verlorenem Posten. Der HCE agierte schlicht zu stark und spielsicher, als dass man sich die Brot noch vom Butter hätten nehmen lassen. Auch ein höheres Resultat wäre möglich gewesen. Über sechzig Minuten gesehen, war es aber normal, dass man die Pace nicht ganz durchzog. Der klare Sieg war schlussendlich hochverdient und zeigt, was möglich ist, wenn man auf normalem Niveau verteidigt und die Abschlussquote im normalen Rahmen liegt. Ähnlich hätte es auch am Mittwoch ausgesehen, hätte man nur einen Teil der Chancen verwertet.

Langsam aber sicher zeigt sich, dass auch Spielerinnen vermehrt Verantwortung übernehmen, welche sich noch nicht ganz auf 1. Liga Niveau eingefunden haben. Der etwas andere Spielstil muss zuerst aufgesaugt werden, ehe man die persönlichen Qualitäten richtig einsetzen kann. Dies gelingt immer mehr, wird aber wohl noch das eine oder andere Spiel brauchen. Wenn es den Damen gelingt diese veränderte Spielweise und die neuen Anforderungen anzunehmen, dann wird man noch viel Freude an diesem Team haben.

HC Einsiedeln: Eniko Dobos (1.-45.)/Stefanie Horat (46.-60.); Gianna Ribbers, Martina Lütscher (1), Jolanda Schädler, Karin Huser (1), Kathrin Füchslin, Jacqueline Hasler-Petrig (11), Heike Maurer (2), Nadine Schnellmann (4), Corina Birchler (1), Angela Villiger (3), Janine Baumgartner (2), Simone Trütsch (7)